Pas­sio­nier­ter Jä­ger und Ex-Lob­by­ist

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - NORDRHEIN-WESTFALEN -

Hen­drik Wüst (41), CDU, Ver­kehr Di­rekt nach der Frak­ti­ons­sit­zung eil­te der le­di­ge West­fa­le ges­tern zum No­tar. Um sein neu­es Amt als Ver­kehrs­mi­nis­ter an­tre­ten zu kön­nen, muss er sei­ne haupt­amt­li­che Funk­ti­on als Ge­schäfts­füh­rer des Zei­tungs­ver­le­ger­ver­ban­des NRW nie­der­le­gen, die er seit 2010 be­klei­det. Wäh­rend Wüst im Land­tag mit ei­ner ge­wis­sen Lust zur rhe­to­ri­schen Pro­vo­ka­ti­on bei wirt­schafts­po­li­ti­schen The­men auf­trat, muss­te er als Zei­tungs­lob­by­ist di­plo­ma­tisch In­ter­es­sen aus­glei­chen. Von 2000 bis 2006 war er Lan­des­chef der Jun­gen Uni­on, 2006 hol­te er im Wahl­kreis Bor­ken ein Di­rekt­man­dat für den Land­tag und stieg zum Ge­ne­ral­se­kre­tär der NRW-CDU auf. 2010 über­nahm er die po­li­ti­sche Ver­ant­wor­tung für ei­ne Af­fä­re um be­zahl­te Spon­so­ren-Ge­sprä­che mit dem da­ma­li­gen Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Jür­gen Rütt­gers („Rent a Rütt­gers“) und trat zu­rück. Wüst ist mit dem neu­en Fi­nanz­mi­nis­ter Lutz Lie­nen­käm­per be­freun­det und lei­den­schaft­li­cher Jä­ger. tor

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