30er-Zo­ne soll Ver­kehrs­pro­ble­me lö­sen

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - POLITISCHES BUCH - VON CHRIS­TI­AN KANDZORRA

Auf der Von-St­auf­fen­berg-Stra­ße in Klei­nen­broich könn­ten die Au­tos bald zu­min­dest ab­schnitts­wei­se lang­sa­mer fah­ren. Das soll die oft be­män­gel­te Si­tua­ti­on ent­schär­fen. Die An­woh­ner sind skep­tisch, aber durch­aus kom­pro­miss­be­reit.

KLEI­NEN­BROICH Nach ei­nem An­woh­ner-Tref­fen an der Von-St­auf­fen­berg-Stra­ße, an der auch Ver­tre­ter der Kor­schen­broi­cher Stadt­ver­wal­tung teil­ge­nom­men ha­ben, zeigt sich die Stadt mit dem Vor­schlag der An­woh­ner ein­ver­stan­den, die Stra­ße in ei­ne Tem­po-30-Zo­ne um­zu­wan­deln. „In An­be­tracht der ört­li­chen Si­tua­ti­on sind wir mit ei­ner Re­du­zie­rung der Ge­schwin­dig­keit auf 30 Ki­lo­me­ter pro St­un­de ein­ver­stan­den“, sagt Bei­ge­ord­ne­ter Ge­org On­kel­bach.

Jetzt sol­len die Fach­be­hör­den dar­über be­ra­ten. Die Um­wand­lung der Stra­ße in ei­ne 30er-Zo­ne se­hen vie­le An­woh­ner als ei­ne Art Kom­pro­miss: Ei­ni­ge hat­ten bei der Stadt­ver­wal­tung Ein­zel­pro­ble­me vor­ge­tra­gen, auf die die Stadt nicht ein­ge­hen möch­te, um kei­nen Bür­ger zu be­vor­zu­gen.

Da­für hat Chris­ti­ne Klu­dasch Ver­ständ­nis. Die 66-Jäh­ri­ge hat­te sich im Vor­feld be­schwert, dass sie sich äu­ßerst vor­sich­tig an die Von-St­auf­fen­berg-Stra­ße her­an­tas­ten muss, wenn sie mit ih­rem Au­to den Hof an den Haus­num­mern 11 bis 15 ver­las­sen möch­te. Das Pro­blem: Par­ken­de Au­tos be­hin­dern di­rekt an ih­rer Hof-Ein­fahrt die Sicht auf die Stra­ße. Oft sei es schon zu brenz­li­gen Si­tua­tio­nen ge­kom­men – auch we­gen ei­ni­ger Fahr­rad­fah­rer, die den schma­len Geh­weg be­nutz­ten. Mehr­fach sei­en Fahr­rad­fah­rer schon ge­gen den Kot­flü­gel ih­res Au­tos ge­fah­ren.

Aus Klu­daschs Sicht könn­te ein Tem­po­li­mit die­se Pro­ble­me zwar nicht lö­sen, aber zu­min­dest be­wir­ken, dass es auf der Stra­ße si­che­rer zu­geht. „Ich bin al­ler­dings skep­tisch, ob sich nach der Ein­füh­rung des Tem­po­li­mits auch wirk­lich al­le Au­to­fah­rer an die 30 Ki­lo­me­ter pro St­un­de hal­ten“, sagt die Klei­nen­broi­che­rin, die sich des­halb mit der Ge­schwin­dig­keits­be­gren­zung ein­her­ge­hen­de Kon­trol­len wünscht.

Ur­sprüng­lich hat­te sie ge­for­dert, dass der Stell­platz, der – wenn dort ein Au­to parkt – für die größ­ten Pro­ble­me sorgt, in ei­nen Kurz­zeit-Stell­platz um­ge­wan­delt wer­den soll. „Ei­ne zeit­li­che Be­gren­zung der Park­mög­lich­keit wür­de kei­ne we­sent­li­che Ver­bes­se- rung brin­gen, da da­mit zu rech­nen ist, dass dann der Park­platz eben­falls dau­er­haft be­setzt ist“, er­läu­tert Ge­org On­kel­bach. Die Ar­gu­men­ta­ti­on kann Klu­dasch nach­voll­zie­hen. Fast al­le An­woh­ner, die an der Ver­samm­lung En­de März teil­ge­nom­men ha­ben, hät­ten ei­ge­ne Pro­ble­me in Sa­chen Von-St­auf­fen­berg-Stra­ße vor­ge­tra­gen, ei­ne Lö­sung für al­le fehl­te bis­her. „Das mit der 30erZo­ne löst die Pro­ble­me auch nicht di­rekt. Aber sie macht uns An­woh- nern viel­leicht das Ein­ord­nen in den Ver­kehr leich­ter“, sagt Klu­dasch.

Wann die Stra­ße zu­min­dest ab­schnitts­wei­se in ei­ne 30er-Zo­ne um­ge­wan­delt wer­den könn­te, steht of­fen­bar noch nicht fest; die Stadt ar­bei­tet aber dar­an. Zwi­schen­zeit­lich hat­ten sich An­woh­ner be­reits ge­fragt, ob über­haupt et­was von dem um­ge­setzt wird, was bei der Bür­ger­Ver­samm­lung vor Ort be­spro­chen wur­de. „Wir ha­ben bis­her nichts von der Stadt ge­hört.“

ARCHIV: -WI

Wenn An­woh­ne­rin Chris­ti­ne Klu­dasch mit ih­rem Au­to los­fah­ren will, muss sie sich vor­sich­tig an die Von-St­auf­fen­berg-Stra­ße her­an­tas­ten. Par­ken­de Au­tos blo­ckie­ren dort die Sicht. Jetzt soll ein Tem­po­li­mit für mehr Si­cher­heit sor­gen.

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