Fit­ness-Stu­dio zieht in al­ten Su­per­markt

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LOKALES - VON GUNDHILD TILLMANNS

Wirt­schafts­för­de­rin An­ni­ka Schmitz be­en­det ih­re Zeit in Jü­chen mit ei­nem Miet­ver­trags­ab­schluss für das leer­ste­hen­de Le­bens­mit­tel­ge­schäft an der Oden­kir­che­ner Stra­ße. Be­trei­ber Umut Tor­ba­li will dort 1, 5 Mil­lio­nen Eu­ro in­ves­tie­ren.

JÜ­CHEN Ih­ren letz­ten Ar­beits­tag bei der Ge­mein­de Jü­chen wird Wirt­schafts­för­de­rin An­ni­ka Schmitz am heu­ti­gen Frei­tag noch mit ei­ner Ver­trags­un­ter­zeich­nung krö­nen. Sie hat näm­lich ei­nen Mie­ter für den seit nun­mehr sechs Jah­ren leer­ste­hen­den ehe­ma­li­gen Su­per­markt an der Oden­kir­che­ner Stra­ße ge­fun­den. In das „schwer ver­mit­tel­ba­re“Ob­jekt zieht ein Fit­ness­stu­dio ein. Das Ge­bäu­de wur­de be­kannt­lich in der Zwi­schen­zeit auch als Lan­des­auf­fang­la­ger für Flücht­lin­ge ge­nutzt. Ei­ne Nach­fol­ge­nut­zung als Le­bens­mit­tel­markt schlie­ße sich mitt­ler­wei­le we­gen der ver­än­der­ten Auf­la­gen, bei­spiels­wei­se für die Zahl der Park­plät­ze, aus, skiz­zier­te Schmitz die Ver­mark­tungs­pro­ble­me des Ob­jek­tes.

Umut Tor­ba­li aus Gre­ven­broich will am 1. Ok­to­ber sein Fit­ness­stu­dio an der Oden­kir­che­ner Stra­ße in Jü­chen er­öff­nen. Er hat schon mit den Um­bau­ar­bei­ten im Ge­bäu­de be­gon­nen. Er wer­de 1,5 Mil­lio­nen Eu­ro in die­sen Stand­ort in­ves­tie­ren, kün­digt Tor­ba­li an, der vor vier Jah­ren sein ers­tes Stu­dio in Bed­burg und vor zwei Jah­ren ein wei­te­res in Neuss er­öff­net hat. Er bie­te klas­si­sches Ge­rä­te- und Freihan­tel­trai­ning, Kur­se für funk­tio­nel­les Trai­ning, So­la­ri­um und Mas­sa­gen an, be­rich­tet Tor­ba­li.

Und wäh­rend die Ge­mein­de Jü­chen jetzt per Aus­schrei­bung auf ih­rer Home­page ei­ne Nach­fol­ge für die Wirt­schafts­för­de­rung mit Ein­stel­lungs­ter­min ab 1. Sep­tem­ber ei­ne Nach­fol­ge sucht, fängt An­ni­ka Schmitz am Mon­tag als Re­fe­ren­tin des Bür­ger­meis­ters von Was­sen­berg für die Be­rei­che Pres­se und Öf­fent­lich­keits­ar­beit, zen­tra­le Di­ens­te und Rats­ar­beit an. Min­des­tens ei- nen Be­such in Jü­chen, an ih­rem dann ehe­ma­li­gen Wir­kungs­ort, nimmt sie sich aber fest vor: „Ich möch­te auf je­den Fall als Gast das Jü­che­ner Re­tro-Fest­wo­chen­en­de im nächs­ten Jahr er­le­ben“, sagt sie so­zu­sa­gen als „Mut­ter“die­ses von Stu­den­ten ge­plan­ten 70er/80er-Jah­re-Events, bei dem Schmitz die Pro­jekt­be­treu­ung vor Ort ge­leis­tet hat.

So­zu­sa­gen vir­tu­ell be­su­chen kann Schmitz ih­ren dann ehe­ma­li­gen Ar­beits­ort in Kür­ze auf der neu­en In­ter­net­sei­te der Ge­mein­de, die sie maß­geb­lich mit­ge­stal­tet hat. Die soll in we­ni­gen Wo­chen in Be­trieb ge­hen und laut Schmitz „schnel­ler und auf­ge­räum­ter sein“, als die bis­he­ri­ge Home­page, die be­kannt­lich auch sehr stö­rungs­an­fäl­lig war. Auch für den Ab­ruf auf dem ei­ge­nen Han­dy soll die neue Ge­mein­deHome­page bes­ser ge­eig­net sein. In­halt­lich gibt es laut Schmitz auf der In­ter­net­sei­te der Ge­mein­de ei­nen neu­en Schwer­punkt „Tou­ris­mus“. Dort sol­len Frem­de al­le In­for­ma­tio­nen fin­den, wo sie in Jü­chen über­nach­ten kön­nen und was sie sich an­se­hen soll­ten. Für Ein­hei­mi­sche soll es fa­mi­li­en­freund­li­che Aus­flugs- und Ver­an­stal­tungs­tipps ge­ben, kün­digt Schmitz an, die in ih­rer Zeit als Wirt­schafts­för­de­rin seit 2013 in Jü­chen das kom­plet­te neue Ge­wer­be­ge­biet an der Ro­ber­tBosch-Stra­ße ver­mark­ten konn­te.

Ih­rem Nach­fol­ger legt Schmitz die Be­stands­pfle­ge der Un­ter­neh­mer, Di­enst­leis­ter und Ein­zel­händ­ler ans Herz. Es sei wich­tig, dass die­se wei­ter­hin bei der Ge­mein­de­ver­wal­tung ei­nen fes­ten An­sprech­part­ner und Un­ter­stüt­zung „auf kur­zem Weg“vor­fän­den. Be­währt hät­ten sich die Run­den Ti­sche mit Händ­lern und Di­enst­leis­tern: „Der Ein­zel­han­del ist das Aus­hän­ge­schild für je­den Ort, nichts ist ne­ga­ti­ver als Leer­stän­de“, weiß Schmitz, die zum Ab­schluss ih­rer Tä­tig­keit als Wirt­schafts­för­de­rin auf ei­ne nied­ri­ge Leer­stands­bi­lanz in Jü­chen ver­wei­sen kann. Zu­rück­las­sen muss sie aber ein „Sor­gen­kind“: den seit Jah­ren leer­ste­hen­den ehe­ma­li­gen Pen­ny­markt in Hochneukirch, der jetzt al­ler­dings ab­ge­ris­sen wird.

FO­TOS (2) : GUNDHILD TILLMANNS

Der ehe­ma­li­ge Su­per­markt an der Oden­kir­che­ner Stra­ße wird wie­der­be­lebt: Ein Fit­ness-Stu­dio zieht dort ein.

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