Ans­gar He­ve­ling be­sucht Yad Vas­hem

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LOKALES -

(cli) Es war ein Ge­fühl, das Ans­gar He­ve­ling nicht kann­te. Be­klem­mend, trau­rig und ehr­fürch­tig zu­gleich. Mit ei­ner De­le­ga­ti­on des In­nen­aus­schus­ses des Bun­des­ta­ges reis­te der Kor­schen­broi­cher CDUAb­ge­ord­ne­te nach Is­ra­el und be­such­te un­ter an­de­rem die Ho­lo­caust-Ge­denk­stät­te Yad Vas­hem. „Als ich auf der St­ein­plat­te, un­ter der Asche aus 20 Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern ruht, den Kranz mit schwarz­rot-gol­de­ner Schlei­fe nie­der­ge­legt hat­te, hat mich ein Ge­fühl über­mannt, für das es kei­ne Wor­te gibt“, sagt Ans­gar He­ve­ling. Der Vor­sit­zen­de des In­nen­aus­schus­ses des Bun­des­ta­ges hat­te nicht nur die Eh­re, ei­nen Kranz nie­der­zu­le­gen, son­dern auch die Ge­denk­flam­me zu ent­zün­den. Vor sei­nen Au­gen sah er Bil­der und Mo­men­te aus Fern­seh­do­ku­men­ta­tio­nen über die Ge­denk­stät­te und war be­rührt, nun sel­ber an der Stel­le zu ste­hen. „Was man in die­sem Mo­ment fühlt, kann man nur un­zu­rei­chend be­schrei­ben“, er­zählt er. „Auf die Na­men von Op­fern aus Kor­schen­broich bin ich lei­der nicht ge­sto­ßen. Da­zu war die Zeit des Be- suchs ein­fach zu kurz, um sich nä­her mit dem Schick­sal ein­zel­ner Men­schen zu be­fas­sen“, er­zählt Ans­gar He­ve­ling. Ei­ne Ver­tre­te­rin der Ge­denk­stät­te führ­te die Grup­pe durch ei­ne Aus­stel­lung über den Ho­lo­caust. Or­ga­ni­siert wur­de die Rei­se des In­nen­aus­schus­ses von ELNET, ei­ner Or­ga­ni­sa­ti­on, die sich für den Aus­tausch zei­schen Is­ra­el und Deutsch­land ein­setzt. Die De­le­ga­ti­on be­such­te un­ter an­de­rem den Tem­pel­berg, die Kla­ge­mau­er und die Gr­a­bes­kir­che. In Hai­fa ging es um ein in­ter­re­li­giö­ses Pro­jekt zwi­schen Chris­ten, Ju­den und Mus­li­men.

FO­TO: HE­VE­LING

In Yad Vas­hem ent­zün­de­te Ans­gar He­ve­ling die Ge­denk­flam­me.

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