NACH­RUF

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - STIMME DES WESTENS -

Im Jahr 2009 sag­te Si­mo­ne Veil noch: „Ich glau­be, dass ich an den Ho­lo­caust den­ken wer­de, wenn ich ster­be.“Ihr Le­ben lang be­hielt die Fran­zö­sin mit den dunk­len Haa­ren und blau­en Au­gen die Num­mer 78651 auf dem Arm, die ihr in Au­schwitz tä­to­wiert wur­de. Die in Niz­za ge­bo­re­ne Jü­din über­leb­te das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger mit ih­ren Schwes­tern – der Rest der Fa­mi­lie kam ums Le­ben. „Ei­ni­ge sind durch die un­be­schreib­li­che Ka­ta­stro­phe für im­mer nie­der­ge­schla­gen. Die an­de­ren schöp­fen dar­aus ei­ne un­glaub­li­che Ener­gie – Si­mo­ne Veil ge­hör­te da­zu“, wür­dig­te der His­to­ri­ker Ser­ge Klars­feld die Po­li­ti­ke­rin, die ges­tern im Al­ter von 89 Jah­ren starb.

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