Ver­band der Bier­brau­er nimmt Kar­tell­bu­ße an

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - WIRTSCHAFT -

DÜS­SEL­DORF (rky) Der Ver­band der Rhei­nisch-West­fä­li­schen Braue­rei­en wehrt sich nicht mehr da­ge­gen, 100.000 Eu­ro Geld­bu­ße für die ver­mu­te­te Teil­nah­me am frü­he­ren Bier­kar­tell zah­len zu müs­sen. Dies be­stä­tig­te Ver­bands­prä­si­dent Micha­el Holl­mann un­se­rer Re­dak­ti­on. Die An­wäl­te der Or­ga­ni­sa­ti­on hät­ten da­zu ge­ra­ten, ei­nen ent­spre­chen­den Ein­spruch vor dem Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf zu­rück­zu­zie­hen. Der Auf­wand, um die ei­ge­ne Un­schuld zu be­wei­sen, sei grö­ßer, als die Bu­ße zu be­zah­len, so Holl­mann. Er persönlich hat­te En­de 2015 oh­ne Ein­ge­ständ­nis ei­ner Schuld an vom Kar­tell­amt ver­mu­te­ten Preis­ab­spra­chen 100.000 Eu­ro Bu­ße be­zahlt. Die von Holl­mann ge­führ­te Alt­bier-Braue­rei Bol­ten in Kor­schen­broich, die 2016 ihr 750jäh­ri­ges Be­ste­hen fei­er­te, hat­te 200.000 Eu­ro über­wie­sen. Bei den Groß­braue­rei­en wird nicht er­war­tet, dass sie ih­re Ein­sprü­che ge­gen Bu­ßen von 160 Mil­lio­nen Eu­ro (Ra­de­ber­ger) und 60 Mil­lio­nen Eu­ro (Carls­berg) zu­rück­zie­hen.

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