Mit dem Schiffs­ta­xi zu Lüt­tichs vie­len Mu­se­en

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - WIRTSCHAFT - VON ROLF MINDERJAHN

Zwei Maas-Shut­tles brin­gen Be­su­cher in Lüt­tich von ei­nem En­de der Stadt zum an­de­ren.

Sie ist wie­der am Start, die neue Lüt­ti­cher Fluss­flot­te. Lüt­tichs At­trak­ti­vi­tät ist zwei­fel­los enorm ge­wach­sen in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren. Es sind nicht mehr nur die re­stau­rier­te Alt­stadt und der Wo­chen­markt La Bat­te, wel­che die Be­su­cher an­zie­hen. Denn auch auf der an­de­ren Sei­te der Ci­ty ent­steht ein neu­es Lüt­tich: das Vier­tel um den Bahn­hof Guil­le­mins, das neue Mu­se­um La Bo­ve­rie auf der Mu­se­ums­in­sel, die Fuß­gän­ger­brü­cke La Bel­le Liè­geoi­se, die Maas­pro­me­na­de.

Zu Fuß ist das nicht mehr zu schaf­fen. Doch es gibt ei­ne wun­der­ba­re Mög­lich­keit, den Be­such die­ser Se­hens­wür­dig- kei­ten auf der Maas mit dem Schiff zu ver­bin­den. Ge­gen­über dem Aqua­ri­um-Mu­se­um, am Quai Van Be­neden, liegt der zen­tra­le An­lauf­punkt mit Ti­cket­ser­vice­stel­le für den Start zu Aus­flugs­fahr­ten auf der Maas. Die Flot­te fährt an sie­ben Ta­gen in der Wo­che, vom 1. April bis 31. Ok­to­ber. Die Ab­fahrts­zei­ten gel­ten stünd­lich in bei­de Rich­tun­gen zwi­schen 10 und 18 Uhr. Es gibt sechs Hal­te­stel­len, drei am lin­ken und drei am rech­ten Maas­ufer.

Die ers­te ist Co­ron­meu­se am Mes­se­zen­trum, da­nach folgt Kurth. Von hier aus lässt sich das Vier­tel Ou­tre­meu­se er­kun­den und der Frei­tags-Floh­markt Bro­can­te de Saint-Pho­li­en. Die drit­te Hal­te­stel­le ist das his­to­ri­sche Herz von Lüt­tich mit dem Grand Cur­ti­us Mu­se­um, der Stifts­kir­che Saint-Bar­t­hé­le­my, den Hän­gen des Zi­ta­del­len­hü­gels über der Alt­stadt, dem fürst­bi­schöf­li- chen Pa­last, der Oper und dem Mu­se­um Cité Mir­ro­ir. In der Mit­te liegt das Aqua­ri­um-Mu­se­um. Von die­sem Halt aus geht es über die Maas­brü­cke zur Ka­the­dra­le Saint-Paul mit ih­rer Schatz­kam­mer, der wun­der­schö­nen Kir­che Sain­tJac­ques und dem Fuß­gän­ge­rund Ein­kaufs­pa­ra­dies Car­ré.

Schließ­lich legt das Schiff am Quai de Ro­me an, an der Brü­cke Bel­le Liè­geoi­se. Nur ein Kat­zen­sprung ist es von hier zum TGV Bahn­hof Guil­le­mins, zum neu­en Mu­se­um La Bo­ve­rie und zum gleich­na­mi­gen Park auf der Maas­in­sel. In die­sem Mu­se­um fin­det noch bis zum 17. Sep­tem­ber ei­ne Aus­stel­lung zum Lüt­ti­cher Groß­in­dus­tri­el­len John Co­cke­rill und ge­ne­rell zur in­dus­tri­el­len Re­vo­lu­ti­on in der Wal­lo­nie statt.

Die letz­te An­le­ge­stel­le ist an der schöns­ten Brü­cke von Lüt­tich (die Stadt hat ins­ge­samt 80 Brü­cken), der Pont de Fragnée, ei­nem Ar­chi­tek­tur-Ju­wel.

Der Preis pro Halt be­trägt ein Eu­ro. Den Ta­ges­pass gibt es für acht Eu­ro. Mit ihm kann man die Shut­tles auf der Maas oh­ne Li­mit ei­nen Tag lang nut­zen. Vom Fluss aus er­le­ben Be­su­cher an Bord der Vau­ban oder der At­las V. die Sky­line und die Sze­ne­rie der Stadt auf ei­ne be­son­ders au­then­ti­sche Art und Wei­se: im Rhyth­mus der sanf­ten Wel­len, mit Blick auf das ru­hi­ge Was­ser der Maas.

Die Schif­fe ver­fü­gen über ei­nen gro­ßen, kom­for­ta­bel aus­ge­stat­te­ten Pan­ora­ma­sa­lon so­wie über ein Son­nen­deck, das teil­wei­se über­dacht ist. An der Bar hat man die Mög­lich­keit, sich mit küh­len und fri­schen Ge­trän­ken zu ver­sor­gen.

FOTO: MINDERJAHN

Ei­ne Schiffs­ta­xe fährt auf die Pont des Arches zu, ei­ne der vie­len Brü­cken in Lüt­tich.

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