Das be­deu­tet die Tour für uns

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LOKALE KULTUR -

Vie­le Ver­tre­ter von Po­li­tik, Wirt­schaft und Ver­ei­nen wer­den das Ren­nen durch Mön­chen­glad­bach mor­gen ver­fol­gen. Wir ha­ben sie ge­fragt, was das Sport­er­eig­nis für sie und die Stadt be­deu­tet.

(maxk) Am Sonn­tag ist es so­weit. Ge­gen 14.15 Uhr über­que­ren die ers­ten Fah­rer an der Kor­schen­broi­cher Stra­ße die Gren­ze zu Mön­chen­glad­bach. Be­son­ders in der Glad­ba­cher In­nen­stadt lau­fen be­reits heu­te die Vor­be­rei­tun­gen auf Hoch­tou­ren. Das Fah­rer­feld setzt dort zum Sprint an und wird mit bis zu 70 St­un­den­ki­lo­me­tern un­ter­wegs sein. Aus Si­cher­heits­grün­den wer­den da­her rund zehn Ki­lo­me­ter Zaun auf­ge­stellt, der Be­su­cher und Fah­rer schüt­zen soll. Da­mit nie­mand vor ei­nem vol­len Block steht, gibt es un­ter tour­fie­ber.de ei­ne Über­sicht, wel­che Blö­cke wie voll sind. Üb­ri­gens: Das Wet­ter soll mor­gen halb­wegs mit­spie­len. Zwar wird es kein Som­mer­tag, aber der be­fürch­te­te Dau­er­re­gen soll laut dem Deut­schen Wet­ter­dienst aus­blei­ben. Ein Re­gen­schirm kann den­noch nicht scha­den. Un­ter den vie­len Zu­schau­ern – die Stadt er­war­tet bis zu 250.000 ent­lang der Stre­cke – wer­den auch vie­le sein, die sich für den Rad­sport ein­set­zen. Drei von ih­nen er­zäh­len, was ih­nen die Tour in ih­rer Hei­mat­stadt be­deu­tet. Hans Wil­helm Rei­ners, Ober­bür­ger­meis­ter „30 Jah­re nach dem Tour de Fran­ce-Start im da­mals noch ge­teil­ten Berlin 1987 star­tet das be­deu­tends­te Rad­ren­nen der Welt wie­der in Deutsch­land und führt vom Start in Düs­sel­dorf über Mön­chen­glad­bach und Aa­chen Rich­tung Wes­ten. Un­se­re Stadt schreibt da­mit auch ein Ka­pi­tel Sport­ge­schich­te und fie­bert dem Auf­takt der le­gen­dä­ren Frank­reich-Rund­fahrt ent­ge­gen. Wir sind gut vor­be­rei­tet auf das gran­dio­se Er­eig­nis und freu­en uns auf ein Sport­er­eig­nis der Welt­klas­se. Die Tour ist nicht nur ei­nes der welt­weit größ­ten Sport­events, son­dern zu­gleich auch ein in­ter­na­tio­na­les Me­die­ner­eig­nis. Et­wa 190 Fern­seh­sen­der und 800 Jour­na­lis­ten be­rich­ten welt­weit live von der Tour und tra­gen den Na­men un­se­rer Stadt nach au­ßen. Die Teil­nah­me an der Tour de Fran­ce ist im Hin­blick auf den Me­dia-Wert und Image­fak­tor ei­ne rie­si­ge Chan­ce für die Sport­stadt Mön­chen­glad­bach. Wir wer­den uns als sym­pa­thi­sche und welt­of­fe­ne Gast­ge­ber prä­sen­tie­ren. Die in­ten­si­ven Vor­be­rei­tun­gen in den ver­gan­ge­nen Wo­chen und Mo­na­ten ha­ben ge­zeigt, dass al­le Be­tei­lig­ten, bei de­nen ich mich ganz herz­lich be­dan­ken möch­te, mit dem Her­zen da­bei sind. Ich hof­fe sehr, dass wir al­le die­sen Tag mit Freu­de er­le­ben und in gu­ter Er­in­ne­rung be­hal­ten wer­den. Es wird ein ein­zig­ar­ti­ges Er­leb­nis, dass man sich nicht ent­ge­hen las­sen soll­te. Mön­chen­glad­bach ist start­klar für die Tour.“ Ute Ste­ge­mann, Tour­lei­te­rin ADFC „Ich bin kein di­rek­ter Tour­fan. Al­ler- dings wird durch die welt­wei­te Über­tra­gung Mön­chen­glad­bach in vie­len Köp­fen auch spä­ter noch prä­sent sein. Es han­delt sich ja schon um ein Gro­ßevent für un­se­re Stadt. Ich selbst bin an die­sem Tag mehr mit dem Nie­der­rhei­ni­schen Rad­wan­der­tag be­schäf­tigt, der im­mer am ers­ten Sonn­tag im Ju­li statt­fin­det. Hin­ter der KFH be­fin­det sich die Stem­pel­stel­le und un­ser ADFCStand, des­sen Be­treu­ung ich teil­wei­se über­neh­me. Das Er­eig­nis wer­de ich mir si­cher­lich aber auch auf der dor­ti­gen Groß­bild-Lein­wand an­se­hen. Nor­ma­ler­wei­se ra­del ich seit Jah­ren beim Nie­der­rhei­ni­schen Rad­wan­der­tag selbst mit ei­ner Grup­pe mit. We­gen der Tour ha­be ich das aber aus­fal­len las­sen.“ Lutz Mül­ler, Mö­we Lür­rip „Wir ha­ben als Ver­ein mit lan­ger Tra­di­ti­on die Her­aus­for­de­rung, jun­ge Men­schen in den Ver­ein zu in­te­grie­ren und at­trak­tiv in der Au­ßen­dar­stel­lung zu sein. Des­halb ist die Tour de Fran­ce für uns ei­ne her­aus­ra­gen­de Ge­le­gen­heit, un­se­ren Sport ei­nem grö­ße­ren Pu­bli­kum dar­zu­stel­len. Wir ha­ben über un­se­re Home­page und Face­book früh­zei­tig über den Sprint in Mön­chen­glad­bach in­for­miert und auch mit Rad­sport­ver­ei­nen aus der Re­gi­on für die Tour ge­wor­ben. Da­durch ha­ben wir auch ei­ni­ge Ne­u­mit­glie­der ge­won­nen. So hat die Tour uns ge­hol­fen, den Ver­ein auf ei­ne brei­te­re Ba­sis zu stel­len und für die Zu­kunft aus­zu­rich­ten. Die­se po­si­ti­ven Im­pul­se wer­den wir nut­zen.“

FOTO: HANS-PE­TER REICHARTZ

Ober­bür­ger­meis­ter Hans Wil­helm Rei­ners beim Pro­mi­ra­deln am ver­gan­ge­nen Wo­che­n­en­de auf der Bis­marck­stra­ße.

FOTO: PRIVAT

Ute Ste­ge­mann führt Rad­tou­ren des ADFC.

FOTO: PRIVAT

Lutz Mül­ler nimmt selbst gern an Rad­ren­nen teil.

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