An­dern­falls müs­sen die Mie­ter die Kos­ten tra­gen.

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - BERUF KARRIERE & -

( tmn) Mie­ter müs­sen be­wei­sen kön­nen, dass Schä­den in ih­rer Woh­nung schon bei ih­rem Ein­zug vor­han­den wa­ren. An­dern­falls sind sie bei ei­nem Aus­zug für die Be­sei­ti­gung der Schä­den ver­ant­wort­lich. Das geht aus ei­ner Ent­schei­dung des Amts­ge­richts Saarbrücken her­vor (Az.: 120 C 12/16), über die die Ar­beits­ge­mein­schaft Miet­recht und Im­mo­bi­li­en im Deut­schen An­walt­ver­ein (DAV) in­for­miert.

In dem Fall hat­te der Ver­mie­ter Schä­den in der Woh­nung be­män­gelt. Die Tü­ren und Türzar­gen sei­en er­heb­lich ab­ge­nutzt und zer­kratzt. Der Mie­ter wehr­te sich mit dem Ar­gu­ment, die Schä­den sei­en schon bei sei­nem Ein­zug vor­han­den ge­we­sen. Es sei­en da­her nur klei­ne­re Krat­zer hin­zu­ge­kom­men, die auf kei­nen Fall ei­nen Scha­den dar­stell­ten.

Das Ge­richt stell­te sich in dem Fall aber auf die Sei­te des Ver­mie­ters. Denn der Ver­mie­ter muss grund­sätz­lich be­wei­sen, dass ein Scha­den zum Zeit­punkt des Aus­zu­ges vor­ge­le­gen hat – der Mie­ter hin­ge­gen, dass die­ser be­reits bei Ein­zug vor­han­den war. In die­sem Fall war dies dem Mie­ter aber nicht mög­lich. Ins­be­son­de­re hat­te das von Mie­ter und Ver­mie­ter un­ter­zeich­ne­te Über­nah­me­pro­to­koll kei­nen Hin­weis auf die de­fek­ten Tü­ren und Türzar­gen ent­hal­ten.

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