Fol­ger fährt auf dem Sach­sen­ring auf Platz zwei

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - SPORT -

HO­HEN­STEIN-ERNSTTHAL (sid) Auf der Eh­ren­run­de blieb Jo­nas Fol­ger mit der Ma­schi­ne kurz ste­hen, riss die Ar­me in die Luft und ließ sich von den Fans am Sach­sen­ring für sei­ne Meis­ter­leis­tung fei­ern. Nach ei­ner sen­sa­tio­nel­len Vor­stel­lung wur­de der 23-Jäh­ri­ge bei sei­nem Mo­toGP-De­büt in der Hei­mat Zwei­ter, nur Se­ri­en­sie­ger Marc Mar­quez aus Spa­ni­en war nicht zu pa­cken.

„Das war mein geils­tes Ren­nen“, sag­te Fol­ger und füg­te lä­chelnd hin­zu: „bis jetzt.“So rich­tig fas­sen konn­te der Ober­bay­er aus Mühl­dorf am Inn sei­nen ers­ten Sprung auf das Po­di­um in der Kö­nigs­klas­se nach dem Gro­ßen Preis von Deutsch­land nicht: „Ich ha­be zwi­schen­durch ja so­gar ge­führt, ein gro­ßer Mo­ment.“

Fol­ger, Fünf­ter im Qua­li­fy­ing, ega­li­sier­te das bis­lang bes­te Er­geb­nis ei­nes deut­schen Pi­lo­ten seit Ein­füh­rung der Mo­toGP vor 15 Jah­ren. Ste­fan Bradl (Zah­ling) war 2013 in La­gu­na Se­ca/USA eben­falls Zwei­ter ge­wor­den. Sei­ne bis­lang bes­ten Re­sul­ta­te seit dem Wech­sel aus der Mo­to2 zu Tech3-Ya­ma­ha hat­te er mit zwei sechs­ten Plät­zen ge­holt.

Welt­meis­ter Mar­quez fei­er­te klas­sen­über­grei­fend be­reits den ach­ten Tri­umph auf dem Sach­sen­ring in Fol­ge. „Jo­nas war ei­ne Über­ra­schung“, sag­te der neue WM-Spit­zen­rei­ter. „Nach ein paar Run­den dach­te ich: Was macht der hier?“

Nur 77.343 Zu­schau­er wa­ren am Renn­tag beim gro­ßen Mo­ment da­bei. Ins­ge­samt ka­men am Wo­che­n­en­de ent­täu­schen­de 164.801 Be­su­cher und da­mit fast 50.000 we­ni­ger als im Vor­jahr. Das schlech­te Wet­ter und die er­höh­ten Ti­cket­prei­se for­der­ten ih­ren Tri­but.

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