Kor­schen­broich be­ju­belt die Rad­pro­fis

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - WIRTSCHAFT - VON CHRIS­TI­AN KANDZORRA

Vie­le Tau­send Be­su­cher ver­folg­ten das Spek­ta­kel vom Rand der Renn­stre­cke aus. Die „Wer­be­ka­ra­wa­ne“wur­de vie­len Er­war­tun­gen nicht ge­recht. Trotz­dem herrsch­te aus­ge­las­se­ne Par­ty-Stim­mung. Ex-Rad­pro­fi Jan Ull­rich war der Star­gast.

KOR­SCHEN­BROICH Aus­nah­me­zu­stand in Kor­schen­broich: Die Rad­pro­fis der Tour de Fran­ce durch­quer­ten ges­tern um kurz nach 14 Uhr das Stadt­ge­biet bei der zwei­ten Etap­pe des Ren­nens, die sie von Düs­sel­dorf ins bel­gi­sche Lüt­tich führ­te. Vie­le Tau­send Be­su­cher ver­folg­ten das Spek­ta­kel vom Rand der Land­stra­ße 381 aus, die die Stadt für fast sechs St­un­den in zwei Hälf­ten teil­te. Be­reits St­un­den vor­her fie­ber­ten Zu­schau­er­mas­sen in Klei­nen­broich und Kor­schen­broich den Spit­zen­sport­lern ent­ge­gen; die Stim­mung war ver­gleich­bar mit der, die auch bei den Kar­ne­vals­um­zü­gen herrscht.

Aus­ge­las­sen ju­bel­ten die Zu­schau­er aber zu­nächst der „Wer­be­ka­ra­wa­ne“ent­ge­gen, die mit ei­nem Hup­kon­zert das Sport­er­eig­nis ein­läu­te­te und die Vor­freu­de noch ein­mal mäch­tig stei­ger­te. Doch dann, aus­ge­rech­net kurz be­vor das Fah­rer­feld an­s­aus­te, fing es an zu reg­nen. Die Be­geis­te­rung konn­te das aber nicht schmä­lern – die Kor­schen­broi­cher nah­men’s ge­las­sen. „Da ha­ben wir wirk­lich Pech ge­habt. Aber es war ein Er­leb­nis, die Tour de Fran­ce ein­mal durch die ei­ge­ne Hei­mat fah­ren zu se­hen“, re­sü­mier­te Zu­schaue­rin Ca­ro­li­ne Pod­lesch­ka nach der Durch­fahrt der 196 Rad­pro­fis. Das War­ten ha­be sich ge­lohnt, auch wenn die Sport­ler auf­grund ih­res Tem­pos nur we­ni­ge Se­kun­den zu se­hen wa­ren.

Min­des­tens ge­nau­so schnell zisch­te auch die „Wer­be­ka­ra­wa­ne“mit et­li­chen Be­gleit­fahr­zeu­gen durch die Stadt. Vie­le Spon­so­renTeams samt DJs be­grüß­ten die Be­su­cher auf Fran­zö­sisch oder Eng­lisch und über­zeug­ten mit au­ßer­ge­wöhn­lich ge­stal­te­ten Fahr­zeu­gen. Die schnel­le Ge­schwin­dig­keit der „Ka­ra­wa­ne“al­ler­dings sorg­te bei ei­ni­gen eben­so für Ent­täu­schung wie die Tat­sa­che, dass nur ver­ein­zelt Wer­be­ar­ti­kel in die Men­ge ge­wor­fen wur­den. Doch den meis­ten kam es eher auf das Par­ty-Ge­fühl an. So ging es auch ei­ner Grup­pe Kor­schen­broi­cher mit ko­lum­bia­ni­schen Wur­zeln, die an der Renn­stre­cke mit Fah­nen und Pla­ka­ten wink­ten. In Bahn­hofs­nä­he bau­te ei­ne Grup­pe um Do­mi­ni­que Mül­le­jans so­gar ein Buf­fet mit Spe­zia­li­tä­ten aus Kor­schen­broich und Frank­reich auf. Da­zu ge­hör­ten Alt­bier und ein­ge­leg­te Gur­ken auf der ei­nen so­wie Wein, Kä­se und Ba­guettes auf der an­de­ren Sei­te. „Das ist die ein­ma­li­ge Chan­ce, die Tour hier bei uns zu er­le­ben“, sag­te Mül­le­jans.

Ein Star­gast in Kor­schen­broich: der ehe­ma­li­ge Rad­pro­fi und Tour­de-Fran­ce-Sie­ger Jan Ull­rich. Er sah die „Tour“ges­tern zum ers­ten Mal als Live-Zu­schau­er und stell­te sich spä­ter in der Ci­ty den Fra­gen der Mo­de­ra­to­rin Birgit Wilms. „Ich

FO­TOS: THO­REN (1), SCHNETTLER (1), KANDZORRA (4)

Ge­gen 14.15 Uhr er­reich­te das Fah­rer­feld den Zu­schau­er-Hots­pot in Kor­schen­broich – aus­ge­rech­net im Re­gen. Drei der Rad­pro­fis wa­ren gut zwei Mi­nu­ten zu­vor als „Aus­rei­ßer“durch­ge­fah­ren.

Ex-Rad­pro­fi Jan Ull­rich stell­te sich den Fra­gen von Mo­de­ra­to­rin Birgit Wilms.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.