Kra­mer hat Lust auf die Sai­son

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LOKALE KULTUR - VON KARS­TEN KELLERMANN

Das Der­by zum Start freut den 26-Jäh­ri­gen. Ein Welt­meis­ter-Kol­le­ge ist im An­flug.

Es war zwar be­wölkt ges­tern beim Trai­nings­auf­takt der Bo­rus­sen und auch nicht som­mer­lich warm, doch nach ei­ner knapp 90-mi­nü­ti­gen Trai­nings­ein­heit wa­ren die Haa­re von Christoph Kra­mer dann doch ver­schwitzt. „Die ers­te Trai­nings­ein­heit war sehr an­stren­gend, aber so soll es ja auch sein. Die Vor­be­rei­tung ist da­für da, dass wir lang­sam wie­der auf Tou­ren kom­men“, sag­te Kra­mer. Ob der An­stren­gung war der neue Style, mit dem der Bo­rus­se aus dem Som­mer­ur­laub zu­rück­ge­kehrt ist, et­was durch­ein­an­der ge­ra­ten. Doch das hat Kra­mer die Lust auf die neue Sai­son nicht ver­dor­ben.

„Sie wird in­ter­es­sant, eng und span­nend“, ver­mu­tet Bo­rus­si­as Mit­tel­feld­spie­ler. „Die Bun­des­li­ga rückt so eng zu­sam­men wie nie, es wird auf je­den Punkt an­kom­men – da ist viel Chan­ce, aber auch viel Ri­si­ko“, sag­te er. Bei ihm ist die Vor­freu­de so rich­tig hoch­ge­kom­men am Don­ners­tag, als der Bun­des­li­gaSpiel­plan ver­öf­fent­licht wur­de. Bo­rus­sia star­tet ge­gen den Erz­ri­va­len 1. FC Köln – „es geht nicht bes­ser“, sag­te Kra­mer. Aus­ge­rech­net ge­gen die Köl­ner, die nun an­stel­le Bo­rus­si­as in­ter­na­tio­nal spie­len – das wird gleich ein herr­li­ches rhei­ni­sches Kräf­te­mes­sen.

Ähn­lich war es vor der ver­gan­ge­nen Sai­son, da ging es los ge­gen Le- ver­ku­sen. Kra­mer war da ge­ra­de von Bay­er zu­rück­ge­holt wor­den für 15 Mil­lio­nen Eu­ro und stand arg im Mit­tel­punkt vor der klei­nen Der­by­Va­ri­an­te ge­gen sei­nen „Ex“. „Mit sol­chen Spie­len ist man gleich rich­tig drin in der Sai­son“, sag­te Kra­mer.

Er hat auch fest­ge­stellt, dass er mit sei­nen 26 Len­zen zu „den Äl­te- ren“im Team ge­hört. „Das hät­te ich auch nicht ge­dacht, dass es mal so ist“, sagt er. Doch tat­säch­lich ist Mick­aël Cui­sance, der als Mit­tel­feld­spie­ler theo­re­tisch sein Ne­ben­mann sein könn­te in der neu­en Sai­son, acht­ein­halb Jah­re jün­ger als Kra­mer. Al­ler­dings dürf­te es zu­nächst mal De­nis Za­ka­ria sein, der mit Kra­mer die Dop­pel-Sechs bil­det. Der Schwei­zer ist im­mer­hin 20 Jah­re alt, al­so „nur“sechs Jah­re jün­ger als Kra­mer. Der in­des ist dar­an ge­wöhnt, jun­ges Ge­mü­se um sich her­um zu ha­ben, schließ­lich war sein Part­ner in der ver­gan­ge­nen Sai­son vor al­lem Mo Dahoud, der seit dem 1. Ja­nu­ar 21 Jah­re alt ist und nun zu Bo­rus­sia Dort­mund ge­wech­selt ist.

Hin­ter Kra­mer dürf­te dann, wenn es rich­tig los­geht, ei­ner ste­hen, mit dem er den Som­mer 2014 im Cam­po Bahia in Bra­si­li­en ver­bracht hat: Mat­thi­as Gin­ter, wie Kra­mer ein Teil des deut­schen Welt­meis­ter-Teams von vor drei Jah­ren. Wäh­rend Kra­mer im­mer­hin ei­ni­ge Mi­nu­ten und so­gar im Fi­na­le mit­spiel­te, kam Gin­ter gar nicht zum Ein­satz. Nach der WM 2014 wech­sel­te er vom SC Freiburg nach Dort­mund – nun dürf­te er ein Jahr vor dem nächs­ten Welt­tur­nier vom BVB zu Glad­bach ge­hen. „Mat­ze bringt al­les mit und wä­re si­cher ei­ne Ver­stär­kung für uns, wenn er kommt“, sagt Kra­mer. Ob es so ist, dürf­te sich zeit­nah klä­ren.

FO­TO: PÄFF­GEN

Christoph Kra­mer hat­te beim Trai­nings­auf­takt Spaß.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.