Stadt er­hält 8,2 Mil­lio­nen vom LVR – Grü­ne hat­ten noch mehr ge­for­dert

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - MEDIEN -

(RP) Die Land­schafts­ver­samm­lung des Land­schafts­ver­ban­des Rhein­land hat be­schlos­sen, die Mit­glieds­kör­per­schaf­ten des LVR durch ei­ne Son­der­aus­keh­rung in Hö­he von 275 Mil­lio­nen Eu­ro zu ent­las­ten. Auf Ba­sis der für das Haus­halts­jahr 2016 gel­ten­den Um­la­ge­grund­la­gen er­hält Mön­chen­glad­bach da­von mehr als 8,2 Mil­lio­nen Eu­ro. Die fi­nan­zi­el­len Mit­tel stam­men aus Rück­stel­lun­gen in Hö­he von 220 Mil­lio­nen Eu­ro, die der LVR in den Jah­ren 2012 bis 2015 bil­den muss­te, weil es in der kom­mu­na­len Fa­mi­lie ei­nen Dis­sens hin­sicht­lich der Zu­stän­dig­keit für die Über­nah­me der Kos­ten für In­te­gra­ti­ons­hil­fen in Re­gel­schu­len und Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen gab, der ge­richt­lich ge­klärt wer­den soll­te.

Da die Krei­se und Städ­te zwi­schen­zeit­lich au­ßer­ge­richt­lich ih­re Zu­stän­dig­keit an­er­kannt ha­ben, ist der Rechts­grund für die ge­bil­de­ten Rück­stel­lun­gen ent­fal­len. Da der im Jahr 2016 vor­ge­se­he­ne Plan­an­satz für Auf­wen­dun­gen für In­te­gra­ti­ons­hil­fen in Hö­he von 55 Mil­lio­nen Eu­ro auch nicht in An­spruch ge­nom­men wer­den muss­te, ste­hen die­se Mit­tel nun eben­falls zur Ver­fü­gung und wer­den an die Mit­glieds­kör­per­schaf­ten noch am heu­ti­gen Tag aus­ge­zahlt.

Kri­tik gab es von den Grü­nen – weil ihr An­trag ab­ge­lehnt wor­den sei, zu­sätz­li­che 143,7 Mil­lio­nen Eu­ro aus dem Haus­halts­über­schuss 2016 zur Ent­las­tung an die Kom­mu­nen aus­zu­schüt­ten. Für Mön­chen­glad­bach hät­te dies zu­sätz­li­che 4,1 Mil­lio­nen Eu­ro be­deu­tet. „Dies wur­de von der po­li­ti­schen Mehr­heit ab­ge­lehnt, die das Geld lie­ber der all­ge­mei­nen Rück­la­ge des LVR zu­füh­ren will“, hieß es von den Grü­nen. Dies ver­ste­he man als Zei­chen man­geln­der So­li­da­ri­tät ge­gen­über den vie­len fi­nan­zi­ell schwa­chen Städ­ten und Krei­sen.

„Die Jah­res­über­schüs­se des Um­la­ge­ver­ban­des LVR re­sul­tie­ren aus den Um­la­ge­bei­trä­gen, die die Mit­glieds­kör­per­schaf­ten selbst ein­ge­zahlt ha­ben“, sagt Heinz Kre­mers, Mön­chen­glad­ba­cher Grü­nen-Mit­glied in der LVR-Frak­ti­on. „Wir wol­len, dass un­se­re Kom­mu­nen die­se nicht be­nö­tig­ten Gel­der zu­rück­be­kom­men. Denn dort fehlt oft das Geld, um In­ves­ti­tio­nen in die In­fra­struk­tur oder wich­ti­ge so­zia­le und kul­tu­rel­le Ein­rich­tun­gen fi­nan­zie­ren zu kön­nen.“Für den Zu­sam­men­halt der kom­mu­na­len Fa­mi­lie, so Kre­mers wei­ter, „wä­re es da­her ein wich­ti­ges Zei­chen ge­we­sen, er­ziel­te Über­schüs­se fair zu tei­len. Die­se Chan­ce wur­de durch die heu­ti­ge Ent­schei­dung der Land­schafts­ver­samm­lung leicht­fer­tig ver­tan.“

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