Mann geht mit Base­ball­schlä­ger Be­sit­zer der Kö­nigs­py­thons konn­te und Gas­pis­to­le auf Kon­tra­hen­ten los dank Zeu­gen er­mit­telt wer­den

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KULTUR - VON GA­BI PE­TERS

Auf ei­nem Park­platz an der Reyer­hüt­ter Stra­ße es­ka­lier­te am Di­ens­tag­abend ein Streit. Ein 39-Jäh­ri­ger wur­de ver­letzt. Die Po­li­zei sucht Zeu­gen.

(gap) Wor­um es in dem Streit ging, der am Di­ens­tag­abend auf ei­nem Park­platz an der Reyer­hüt­ter Stra­ße ent­brann­te, muss die Po­li­zei noch er­mit­teln. Fest steht, dass ein Base­ball­schlä­ger und ei­ne Gas­pis­to­le bei der Aus­ein­an­der­set­zung ein­ge­setzt wur­den und dass die Be­tei­lig­ten sich kann­ten.

Zwei Män­ner (52 und 39 Jah­re alt) sa­ßen am Di­ens­tag im Au­to, als sie ge­gen 19 Uhr von ei­nem 28-Jäh­ri­gen und zwei wei­te­ren Per­so­nen an­ge­hal­ten wur­den. Der 28-Jäh­ri­ge schlug nach der­zei­ti­gem Er­mitt­lungs­stand durch das of­fe­ne Fens­ter auf den 39-jäh­ri­gen Bei­fah­rer ein. Nach­dem die­ser aus­ge­stie­gen war, es­ka­lier­te der Streit. Der 28-Jäh­ri­ge ging zu­nächst mit ei­nem Base­ball­schlä­ger auf sei­nen Kon­tra­hen­ten los und gab da­nach aus kur­zer Dis­tanz mit ei­ner Gas­pis­to­le meh­re­re

Cor­ne­lia We­ber Schüs­se auf ihn ab. Der 39-Jäh­ri­ge wur­de durch die Ge­schos­se im Ge­sicht ver­letzt und sta­tio­när in ei­nem Kran­ken­haus auf­ge­nom­men. Le- bens­ge­fahr be­steht laut Aus­sa­gen der Po­li­zei nicht.

Der 28-Jäh­ri­ge floh zu­nächst, stell­te sich aber noch am Abend der Po­li­zei. Er wur­de fest­ge­nom­men und im An­schluss al­ler po­li­zei­li­chen Maß­nah­men wie­der ent­las­sen. Die Er­mitt­lun­gen zu dem Fall dau­ern wei­ter an. Wie Po­li­zei­spre­che­rin Cor­ne­lia We­ber ver­si­cher­te, stam­men die an der Aus­ein­an­der­set­zung Be­tei­lig­ten de­fi­ni­tiv nicht aus de Ro­cker­mi­lieu.

Zeu­gen, die An­ga­ben zum Ge­sche­hen ma­chen kön­nen, wer­den ge­be­ten, sich un­ter der Te­le­fon­num­mer 02161 290 bei der Po­li­zei zu mel­den. Mit­ar­bei­ter des Ord­nungs­am­tes ha­ben die Person ge­fun­den, die am Di­ens­tag­mor­gen 18 Schlan­gen an ei­nem Pa­pier­con­tai­ner in Gie­sen­kir­chen aus­ge­setzt hat. Zwei Zeu­gen hat­ten of­fen­bar un­ab­hän­gig von­ein­an­der be­ob­ach­tet, wie je­mand ei­ne mit Kle­be­band um­wi­ckel­te Sty­ro­por­kis­te an dem Con­tai­ner ab­leg­te. Auf­grund der schnel­len Be­richt­er­stat­tung im In­ter­net hat­ten sie sich noch am sel­ben Tag bei der Po­li­zei ge­mel­det.

Der Py­thon­be­sit­zer wur­de be­reits am Di­ens­tag­nach­mit­tag von KOSMit­ar­bei­tern be­fragt. Er ha­be schließ­lich ge­stan­den, dass er die Schlan­gen aus­ge­setzt ha­be. Sei­ne Be­weg­grün­de sei­en noch nicht be- kannt, sag­te Stadt­spre­che­rin Mei­ke Weh­ner ges­tern. Den Be­sit­zer der Schlan­gen er­war­te nun ein Ord­nungs­wid­rig­keits­ver­fah­ren we­gen Ver­sto­ßes ge­gen das Tier­schutz­ge­setz. Zu­rück­er­hal­ten wird er die Py­thons nicht. „Wer ein Tier aus­setzt, hat al­le Ei­gen­tums­rech­te ver­wirkt“, sagt Mei­ke Weh­ner. Denn es ist ver­bo­ten, ein im Haus, Be­trieb oder sonst in Ob­hut des Men­schen ge­hal­te­nes Tier aus­zu­set­zen oder es zu­rück­zu­las­sen.

Der Schlan­gen­be­sit­zer müs­se nun mit ei­nem Buß­geld in der Hö­he ei­nes drei­stel­li­gen Be­tra­ges rech­nen, so die Stadt­spre­che­rin. Lei­der kom­me es im­mer wie­der zum Aus­set­zen oder Zu­rück­las­sen von Tie­ren. Die Mit­ar­bei­ter des Ord­nungs­am­tes sei­en hoch mo­ti­viert, die Tä- ter zu er­mit­teln und ihr Fehl­ver­hal­ten zu ahn­den.

Ein Mags-Mit­ar­bei­ter hat­te die Sty­ro­por­box mit den Schlan­gen am Di­ens­tag­mor­gen in Gie­sen­kir­chen ge­fun­den. Als er die Kis­te, die ei­gent­lich für Le­bens­mit­tel vor­ge­se­hen ist, öff­ne­te, guck­ten ihn 18 Kö­nigs­py­thons an. Die hin­zu­ge­zo­ge­nen Kräf­te der Feu­er­wehr brach­ten die Tie­re zu ei­nem Rep­ti­li­en­ex­per­ten in Mön­chen­glad­bach, der eng mit der Feu­er­wehr zu­sam­men­ar­bei­tet. Er er­klär­te, dass die ge­fun­de­nen Kö­nigs­py­thons zwi­schen ein und vier Jah­re alt sind. Zwei Schlan­gen zeig­ten Zei­chen von Man­gel­er­näh­rung.

Die Tie­re wer­den nun in der Ob­hut des Ex­per­ten blei­ben und zu­nächst dort auf­ge­päp­pelt.

„Die Be­tei­lig­ten kom­men nicht aus dem

Ro­cker­mi­lieu“

Po­li­zei­spre­che­rin

FO­TO: MICHELIS

Auch sol­che Ko­los­se wie der Kampf­pan­zer Leo­pard – hier nach ei­nem Tauch­gang – müs­sen für den deut­schen Stra­ßen­ver­kehr taug­lich sein, in­klu­si­ve Ka­me­ras für den Fah­rer, des­sen di­rek­te Sicht auf die Stra­ße ein­ge­schränkt ist. Da­für sorgt die Bun­des­wehr-Kraft­fahrt­stel­le in Rhein­dah­len.

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