Ha­mil­ton ak­zep­tiert Vet­tels Ent­schul­di­gung

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - SPORT -

SPIEL­BERG (sid) Mer­ce­des-Pi­lot Le­wis Ha­mil­ton (32) lehn­te sich lo­cker in sei­nem Stuhl zu­rück, nach­dem er mit ru­hi­ger Stim­me die Wor­te sprach, auf die al­le war­te­ten. „Ich ha­be sei­ne Ent­schul­di­gung an­ge­nom­men“, sag­te der drei­ma­li­ge For­mel-1-Welt­meis­ter an­dert­halb Wo­chen nach dem Ramm­stoß von Dau­er­ri­va­le Se­bas­ti­an Vet­tel (30) in Ba­ku: „Ich spü­re über­haupt kei­ne Span­nung zwi­schen uns, auch wenn an­de­re das vi­el­leicht tun.“

Fer­ra­ri-Star Vet­tel und Ha­mil­ton hat­ten den Vor­fall be­reits am Tag nach dem Ren­nen am Te­le­fon be­spro­chen, wie erst jetzt be­kannt wur­de. Nun tra­fen sie sich bei der Pres­se­kon­fe­renz in Spiel­berg in der Stei­er­mark vor dem Gro­ßen Preis von Ös­ter­reich am Sonn­tag (14 Uhr/ RTL) erst­mals wie­der in al­ler Öf­fent­lich­keit. „Ich bin froh zu hö­ren, dass es kei­nen gro­ßen Ein­fluss auf un­ser Ver­hält­nis hat. Ich ha­be ei­nen Feh­ler ge­macht, al­so könn­te ich ver­ste­hen, wenn er sau­er ist“, sag­te Vet­tel: „Un­ser Re­spekt vor­ein­an­der hilft uns in die­ser Si­tua­ti­on.“

Der in der Schweiz le­ben­de Hep­pen­hei­mer war dem En­g­län­der Ha­mil­ton am 25. Ju­ni wäh­rend ei­ner Safe­ty-Car-Pha­se mit Ab­sicht ins Au­to ge­fah­ren. Der vier­ma­li­ge Cham­pi­on hat­te zu­vor fälsch­li­cher­wei­se an­ge­nom­men, der Bri­te ha­be ihn ab­sicht­lich aus­ge­bremst – und Vet­tel war ihm ins Heck ge­rauscht. Da­nach „re­van­chier­te“er sich für das Ma­nö­ver. „Ich wur­de in dem Mo­ment über­rascht und ha­be über­re­agiert“, sag­te Vet­tel: „Es war falsch, in ihn rein­zu­fah­ren, das Ma­nö­ver war falsch. Ich hat­te aber nie die Ab­sicht, ihn zu ver­let­zen. Das ha­be ich ihm auch ge­sagt.“

Vor dem neun­ten von 20 WMRen­nen führt Vet­tel mit 153 Punk­ten die Ge­samt­wer­tung vor Ha­mil­ton (139) an.

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