Ta­ge­bau: Rat stimmt Ver­bands­grün­dung zu

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - BLICKPUNKT KULTUR - VON CHRIS­TI­AN KANDZORRA

Ein­stim­mig ga­ben die Po­li­ti­ker jetzt grü­nes Licht.

JÜ­CHEN Den Wor­ten von Bür­ger­meis­ter Ha­rald Zil­li­kens zu­fol­ge sen­de­ten die Jü­che­ner Rats­leu­te jetzt mit ih­rem ein­stim­mi­gen Ja zur Grün­dung des Zweck­ver­ban­des mit drei an­de­ren Ta­ge­bau-An­rai­nerKom­mu­nen ein „star­kes Si­gnal“in die Re­gi­on – wenn ei­ni­ge Rats­mit­glie­der nach ei­ge­nen An­ga­ben auch nur „mit Bauch­schmer­zen“zu­stimm­ten. Im De­tail ging es vor al­lem um den Sat­zungs­ent­wurf für den neu­en Zweck­ver­band, dem Jü­chen da­mit als zwei­te Kom­mu­ne zu­stimmt. Der Hin­ter­grund: Die Städ­te Mön­chen­glad­bach und Er­kelenz so­wie die Ge­mein­den Jü­chen und Titz wol­len mit­be­stim­men, was mit der Fol­ge­land­schaft des Braun­koh­len­ta­ge­baus Garz­wei­ler pas­siert. Die Kom­mu­nen ar­bei­ten be­reits in ei­nem in­for­mel­len Pla­nungs­ver­band zu­sam­men, der in den neu­en Zweck­ver­band über­führt wer­den soll. Die Kom­mu­nen er­hof­fen sich da­durch mehr Ge­wicht – un­ter an­de­rem bei der Be­an­tra­gung von För­der­geld. Zu­dem soll der neue Zweck­ver­band die recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen für die künf­ti­ge Zu­sam­men­ar­beit der vier Ta­ge­bau­rand­kom­mu­nen schaf­fen.

Die Po­li­ti­ker be­ton­ten, dass sie ei­ne Zu­sam­men­ar­beit grund­sätz­lich be­grü­ßen, äu­ßer­ten aber auch Be­den­ken. So sprach Ge­rolf Hom­mel von der FWG-Frak­ti­on noch ein­mal das aus sei­ner Sicht „aus den Fu­gen ge­ra­te­ne“Sitz­ver­hält­nis im Zweck­ver­band an. Jü­chen darf nur zehn Ver­tre­ter in den Ver­band ent­sen­den, wäh­rend die Städ­te Mön­chen­glad­bach und Er­kelenz je­weils 18 Ver­tre­ter in die Ver­bands­ver­samm­lung schi­cken kön­nen. Für Titz ge­hen ge­ra­de ein­mal drei Ver­tre­ter in die Ver­samm­lun­gen.

Ge­rolf Hom­mel mo­nier­te dar­über hin­aus, dass auch RWE im Zweck­ver­band ver­tre­ten sei. Ha­rald Zil­li­kens recht­fer­tig­te dies da­mit, dass RWE Ver­ur­sa­cher des Ta­ge­baus sei und des­halb da­zu­ge­hö­re. SPDFrak­ti­ons­chef Hol­ger Wit­ting be­ton­te, dass sei­ne Frak­ti­on hof­fe, dass der süd­li­che Teil Jü­chens von der Ar­beit des Ver­bands pro­fi­tie­ren kann.

FO­TO:LBER

Beim Ab­schied da­bei: Eber­hard Schnei­der, Do­ris Ba­su, Cornelia Kla­sen, Ha­rald Zil­li­kens, Ge­org Bro­ens.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.