Der GHTC hofft noch auf Kohl­schrei­ber

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - SPORT LO­KAL - VON THO­MAS GRUL­KE

Die Num­mer zwei des Deut­schen Meis­ters aus Gladbach hat sich in Wim­ble­don leicht ver­letzt. Zum Auf­takt der Bun­des­li­ga geht es mor­gen nach Kre­feld, das al­ler­dings auf sei­ne Num­mer eins ver­zich­ten muss.

TEN­NIS Der Don­ners­tag in Wim­ble­don ver­lief für GHTC-Te­am­chef Hen­rik Schmidt nicht nach Wunsch. Sei­ne Num­mer eins, der Spa­nier Al­bert Ra­mos, ge­wann sein Zweit­run­den­match ge­gen den Rus­sen And­rey Ru­b­lev nach 1:2-Satz­rück­stand noch und ist da­mit wei­ter­hin in Lon­don be­schäf­tigt. Da­ge­gen schied die Num­mer eins des HTC Blau-Weiß Kre­feld, dem Glad­ba­cher Geg­ner zum mor­gi­gen Sai­son­auf­takt in der Ten­nis-Bun­des­li­ga, in der zwei­ten Run­de aus, und es schien so, als ob Kre­feld mit Pao­lo Lo­ren­zi pla­nen könn­te. Ges­tern Nach­mit­tag war je­doch klar, dass der Ita­lie­ner auf­grund ei­ner Ver­let­zung aus­fal­len wür­de. Im Glad­ba­cher Auf­ge­bot gibt es da­ge­gen noch ei­ni­ge Fra­ge­zei­chen.

Denn Ra­mos wird heu­te in der drit­ten Run­de ge­gen den an Po­si­ti­on sechs ge­setz­ten Vor­jah­res­fi­na­lis­ten Mi­los Rao­nic an­tre­ten. Fa­vo­rit ist er in die­ser Be­geg­nung nicht, wes­we­gen sich der am­tie­ren­de Deut­sche Meis­ter Glad­ba­cher HTC noch Hoff­nung ma­chen darf, sei­nen Top­spie­ler beim Du­ell zwei­er Ti­tel­kan­di­da­ten in Kre­feld da­bei­zu­ha­ben. Doch selbst wenn Ra­mos ver­liert, ist sein Mit­wir­ken mor­gen noch nicht klar.

„Lo­gis­tisch wä­re es mög­lich, Al­bert so­gar erst am Sonn­tag­mor­gen noch aus Lon­don ein­flie­gen zu las­sen. Doch wir müs­sen ab­wä­gen, ob es sinn­voll ist, ihn spie­len zu las­sen, oh­ne dass er nach der Ra­sen­sai­son ein­mal wie­der auf Asche trai­niert hät­te“, sagt Schmidt. Von wohl ent­schei­den­der Be­deu­tung in die­ser Per­so­nal­fra­ge dürf­te sein, wie es um den Ein­satz der Glad­ba­cher Num­mer zwei steht. Phil­ipp Kohl­schrei­ber schied in Wim­ble­don zwar schon in der ers­ten Run­de aus und konn­te da­her früh­zei­tig wie­der mit dem Trai­ning auf Asche be­gin­nen. Doch brach­te er auch ei­ne leich­te Ver­let­zung aus Lon­don mit. Ei­ne Ent­schei­dung, ob Kohl­schrei­ber ein­satz­fä­hig ist, stand ges­tern nach ei­nem Här­te­test noch aus.

„Uns wä­re es am liebs­ten, wenn wir mit bei­den in Kre­feld an­tre­ten kön­nen. Aber so ist das Ge­schäft, das muss man ganz ent­spannt se­hen. Wir wer­den auf je­den Fall vier Spie­ler auf­bie­ten, die al­le die Chan­ce ha­ben zu ge­win­nen“, sagt Schmidt, der fest mit Mar­ton Fuc­so­vics rech­nen kann. Der Un­gar war eben­falls be­reits am Mon­tag in Wim­ble­don aus­ge­schie­den.

Doch wie auch im­mer das Glad­ba­cher Auf­ge­bot für das Auf­takt­spiel (11 Uhr) aus­se­hen mag, an Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen den Pro­fis und dem Ver­ein hat es an si­cher­lich nicht ge­man­gelt. Denn nicht nur Schmidt hat­te stets Kon­takt zu sei­nen Spie­lern, zu­sätz­lich wa­ren die Trai­ner Patri­ce Hop­fe und Mal­te Stropp beim Grand-Slam-Tur­nier vor Ort und konn­ten so im­mer wie­der zwi­schen­durch Ge­sprä­che füh­ren. Und vi­el­leicht brin­gen die bei­den auch noch Al­bert Ra­mos mit nach Kre­feld – soll­te der Spa­nier heu­te in Wim­ble­don aus­schei­den.

FO­TO: DPA

Phil­ipp Kohl­schrei­ber ist in Wim­ble­don in der ers­ten Run­de aus­ge­schie­den und könn­te so mor­gen in der Bun­des­li­ga star­ten.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.