Höh­len mit Eis­zeit­kunst sind jetzt Wel­ter­be

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KULTUR -

ULM/KRA­KAU (epd) Die Unesco hat sechs Höh­len auf der Schwä­bi­schen Alb zum Wel­ter­be er­klärt. Dort wur­den die äl­tes­ten fi­gür­li­chen Darstel­lun­gen von Men­schen so­wie die äl­tes­ten Mu­sik­in­stru­men­te ge­fun­den. Zu den Ent­de­ckun­gen ge­hört die „Ve­nus vom Hoh­le­fels“, ei­ne sechs Zen­ti­me­ter gro­ße mensch­li­che Fi­gur aus Mam­mut-El­fen­bein. Ihr Al­ter wird auf 35.000 Jah­re ge­schätzt. Ei­nes der äl­tes­ten Mu­sik­in­stru­men­te der Welt, ei­ne Flö­te aus ei­nem Gän­se­gei­er­kno­chen, fand sich in der Vo­gel­herd­höh­le im Lo­ne­tal im Kreis Hei­den­heim. Die Ent­schei­dung für die Höh­len fiel bei ei­ner Ta­gung des Unesco-Wel­ter­be-Ko­mi­tees im pol­ni­schen Kra­kau. Welt­weit hat­ten sich 33 Kan­di­da­ten be­wor­ben. Wei­te­re deut­sche Be­wer­bun­gen um den „Wel­ter­be“-Ti­tel sind die Bau­haus­stät­ten in Des­sau (Sach­sen-An­halt) und Bernau (Bran­den­burg) so­wie der Naum­bur­ger Dom und die hoch­mit­tel­al­ter­li­che Kul­tur­land­schaft an Saa­le und Un­st­rut (Sach­sen-An­halt). Die­se An­trä­ge hat das Ko­mi­tee bis­lang nicht po­si­tiv be­schie­den. Die Lis­te des Unesco-Wel­ter­bes um­fasst nun 1070 Kul­tur- und Na­tur­stät­ten. Da­von sind 42 in Deutsch­land.

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