Ran­da­lie­rer zer­stö­ren Schei­ben des Bü­ros der Lin­ken

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KULTUR - VON DIE­TER WE­BER

War dies ei­ne Re­ak­ti­on auf die Kra­wal­le beim G 20-Gip­fel in Ham­burg? In der Nacht von Frei­tag auf Sams­tag ha­ben Un­be­kann­te meh­re­re Schei­ben des Par­tei­bü­ros der Lin­ken an der Haupt­stra­ße zer­stört. „Schä­den an an­de­ren Ge­schäf­ten im Um­feld gibt es kei­ne. Des­halb ge­hen wir da­von aus, dass die Ak­ti­on un­ser Bü­ro ganz kon­kret zum Ziel hat­te“, sagt Lin­ke-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Tor­ben Schultz. Sei­ne Par­tei ha­be die Po­li­zei ein­ge­schal­tet, der Staats­schutz er­mit­te­le.

Das Par­tei­bü­ro der Lin­ken war schon ein­mal von ei­nem Vor­fall be­trof­fen. Da­mals fan­den sich auf den Schei­ben meh­re­re Na­zi-Schmie­re­rei­en. Schultz: „Die konn­ten wir aber ent­fer­nen. Jetzt ist der Scha­den un­gleich hö­her, weil je­des Schau­fens­ter-Seg­ment min­des­tens ein­mal be­trof­fen ist. Dies gilt auch für die Tür. Das wird die Kos­ten be­trächt­lich in die Hö­he trei­ben, denn es muss je­de Schei­be aus­ge­wech­selt wer­den.“Er geht da­von aus, dass der oder die Tä­ter mit ei­ner Ei­sen­stan­ge oder ei­nem Ham­mer zu­ge- schla­gen hat be­zie­hungs­wei­se ha­ben. Schultz schließt nicht aus, dass die Tat mit den Kra­wal­len beim G 20-Gip­fel in ei­nem Zu­sam­men­hang steht. Er kön­ne sich ei­nen „Ra­che­akt“vor­stel­len, „ob­wohl wir die Kra­wal­le in Ham­burg ver­ur­teilt ha­ben, je­doch auch Tei­le der Po­li­zei­S­tra­te­gie, die zu man­cher Es­ka­la­ti­on führ­te“. Po­li­zei und Lin­ke su­chen Zeu­gen und fra­gen, wer Be­ob­ach­tun­gen ge­macht hat (Tel. 02161 290). Schultz: „Wir kön­nen uns nicht vor­stel­len, dass die Tat so lei­se und schnell ab­lief, dass nie­mand et­was mit­be­kom­men hat.“

FO­TO: DIE LIN­KE/SCHULTZ

Es gibt er­heb­li­che Schä­den am Bü­ro der Lin­ken.

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