Mös­li-Tur­nier be­geis­tert die Rei­ter

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KULTUR - VON RU­DOLF BARNHOLT

Im kom­men­den Jahr fei­ert das Rei­ter­corps sein 40-jäh­ri­ges Be­ste­hen.

KLEINENBROICH Ber­tel Peif­fer vom Rei­ter­corps Kleinenbroich war ges­tern Mit­tag rich­tig hap­py: „Mit 280 Nen­nun­gen war es das größ­te Tur­nier, das wir je­mals aus­ge­rich­tet ha­ben.“Auf der Reit­an­la­ge Klit­zen­hof in den Bütt­ger Wei­ler­hö­fen hat­ten sich in den Vor­jah­ren im­mer um die 230 jun­ge Rei­te­rin­nen und Rei­ter be­wei­sen wol­len. Zur gro­ßen Re­so­nanz pass­te das tol­le Wet­ter, so dass das 39. Hans-Mös­li-Tur­nier ins­ge­samt zu ei­nem tol­len Er­folg wur­de – und zu ei­nem ge­sell­schaft­li­chen Er­eig­nis so­wie­so.

Die Teil­neh­mer wa­ren an ih­ren schnee­wei­ßen Reitho­sen zu er­ken­nen und die Mehr­zahl der Weiß­ho­sen war weib­lich so­wie im Te­enagerAl­ter. Zu den we­ni­gen männ­li­chen Teil­neh­mern ge­hör­te Lu­ca Muhm aus Er­kelenz. Der 13-Jäh­ri­ge wur­de von Mut­ter Alex­an­dra und Misch­lings­hün­din Mel­ly be­glei­tet. Lu­ca hat­te sich am Dres­sur­wett­be­werb der Klas­se E be­tei­ligt und war vom Pferd ge­stürzt. Trotz­dem blieb er ge­las­sen: „Es war mein ers­tes Tur­nier und aus Feh­lern lernt man.“Ei­ni­ge Mit­strei­te­rin­nen hät­ten ihn ge­trös­tet mit Wor­ten wie die­sen: „Du bist ei­gent­lich schon ganz gut ge­rit­ten bis zu Dei­nem Sturz.“„Es gibt ei­gent­lich viel zu we­nig die­ser Tur­nie­re für Nach­wuchs­rei­ter“, sag­te Axel Heb­mül­ler, Prä­si­dent des Rei­ter­ver­ban­des und zugleich ei­nes der 15 Mit­glie­der des Rei­ter­corps Klei­nen- broich. Was auf­fiel: Die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer wirk­ten schon ein we­nig stolz, man er­kann­te es an ih­rer Kör­per­hal­tung – ne­ben al­len sport­li­chen Her­aus­for­de­run­gen ist rei­ten of­fen­sicht­lich gut fürs Ego.

Die Zu­schau­er hat­ten nicht bloß Spaß an den Sport­lern, sie ge­nos­sen eben­so das tol­le Som­mer­wet­ter. Und sport­lich stand ei­ni­ges auf dem Pro­gramm. Die bei­den Rich­te­rin­nen Mi­chel­le Til­le­manns und Kers­tin Esch, die das Tur­nier lei­te­ten, hat­ten je­de Men­ge zu tun. Es gab ins­ge­samt sie­ben Prü­fun­gen. Der Führ­zü­gel­wett­be­werb war der Ein­stieg ins Tur­nier­rei­ten, die jüngs­ten Teil­neh­mer wa­ren vier Jah­re alt. Beim Spring­wett­be­werb galt es, bis zu ei­nem Me­ter ho­he Hin­der­nis­se zu über­win­den. Auf die bes­ten war­te­ten glän­zen­de Po­ka­le, Ab­schwitz­de­cken, Ger­ten, Half­ter so­wie an­de­re nütz­li­che Uten­si­li­en, nur kei­ne Geld­prei­se.

Ber­tel Peif­fer lob­te die Un­ter­stüt­zung der Ver­eins­frau­en: „Oh­ne sie geht hier gar nichts, so hat zum Bei­spiel je­de der Da­men zwei Ku­chen ge­ba­cken.“

Et­was über 40 Spon­so­ren und die Ein­nah­men aus dem Ver­kauf von Es­sen und Ge­trän­ken sorg­ten da­für, dass der Ver­eins­kas­se ein or­dent­li­cher Be­trag zu­kom­men wird. Das ist wich­tig, weil das tra­di­ti­ons­rei­che Corps im kom­men­den Jahr sein 40-jäh­ri­ges Be­ste­hen fei­ern wird.

„Mit 280 Nen­nun­gen war es

das größ­te Tur­nier, das wir je­mals aus­ge­rich­tet ha­ben“

Ber­tel Peif­fer

FO­TO: LBER

Sport­lich und ge­sell­schaft­lich ein Er­eig­nis: das Hans-Mös­liTur­nier.

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