Mehr als 3000 Gäs­te bei der ers­ten Glad­ba­cher Club­nacht

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LOKALES - VON AN­GE­LA WILMS-ADRIANS

Bei süd­li­chem Flair star­te­te die Club­nacht in der Alt­stadt durch. Sie­ben Clubs bo­ten Mu­sik von mehr als 20 DJs und Band­mu­si­kern.

Die Alt­stadt gilt vie­len als Sor­gen­kind. Da­bei hat sie Po­ten­zi­al. Da­von sind die Initia­to­ren der ers­ten Glad­ba­cher Club­nacht über­zeugt. In ge­mein­sa­mer Ak­ti­on stemm­ten die Be­trei­ber von „Grae­fen Club­bing“, „Gold­was­ser“, „Bar Plas­tique“, „Die Nacht“, „Black & Whi­te“, „Die Box“und „Pro­jekt 42“bis in die Mor­gen­stun­den ein stram­mes Pro­gramm. Ein Ti­cket bot in al­len Clubs Zu­gang. Mit zu­neh­men­der Nacht stieg die Gäs­te­schar. Nach Schät­zun­gen der Ver­an­stal­ter ka­men um die 3.000 Be­su­cher, von de­nen auch die um­lie­gen­de Gas­tro­no­mie pro­fi­tier­te. „Für den ers­ten Ver­such hat al­les pri­ma ge­klappt“, sag­te Max Mill über das ge­mein­sa­me Pro­jekt, vol­ler Stolz auf die Band­brei­te, die durch die un­ter­schied­li­chen Aus­rich­tun­gen der Be­tei­lig­ten ga­ran­tiert war. Mit fort­ge­schrit­te­ner St­un­de stie­gen vom „Grae­fen Club­bing“La­ser­strah­len in die dunk­le Nacht über dem Al­ten Markt auf. Hier konn­te das Club-Hop­ping hin­ein in die Wald­hau­se­ner Stra­ße be­gin­nen. Fly­er und Pro­gramm­heft hal­fen durch den „Time Ta­ble“mit Gäs­ten, wie „Friz­zo“im Grae­fen und „Ya­ga“in „Die Nacht“. Ori­en­tie­rung bot auch der Di­cke Turm als Pro­jek­ti­ons­flä­che für das Pro­gramm.

In der Bar Plas­tique sa­ßen die Freun­din­nen Dia­na Jat­chak und Me­la­nie Gewing beim Cock­tail. „Das ist hier al­les su­per. Al­le sind auf­ge­schlos­sen“, schwärm­te Dia­na, die sich auch vom Mu­sik­pro­gramm hat­te an­lo­cken las­sen. „Wir spren­gen den Al­ters­durch­schnitt. Doch das ist uns egal“, sag­te die 33-Jäh­ri­ge. Sie irr­te sich. Im „Gold­was­ser“fühl­ten sich et­li­che jen­seits Mit­te 30 wohl. Über den Ein­gang warb hier ein il­lu­mi­nier­tes Bild mit den Kon­ter­feis von „Sa­xo­lo­gic“. Vor dem „Black & Whi­te“be­schrieb Se­bas­ti- an Na­gel die Club­nacht als die Chan­ce, auf die Pro­gram­me der Clubs in der Alt­stadt auf­merk­sam zu ma­chen. „Es ist trau­rig, dass es hier im­mer we­ni­ger wur­de“, sag­te er in der Hoff­nung, dass Ak­tio­nen wie die Club­nacht ei­nen neu­en Kurs vor­ge­ben. Sim­pli­ce Nwo­kan, seit 16 Jah­ren Be­trei­ber des „Black & Whi­te“, hat ein Fai­b­le für Black Mu­sic. Den Club­na­men will er auch als Auf­for­de­rung zur Be­geg­nung der ver­schie­de­nen Kul­tu­ren ver­stan­den wis­sen. „Das ist In­te­gra­ti­on beim Zu­sam­men­le­ben und Fei­ern“, be­tont er. Ne­ben­an ist die „Die Box“mit dem Kern­stück im hin­te­ren Be­reich für DJs und Bands. „Das Al­ter der Leu­te hier ist kun­ter­bunt von 20 bis 40“, er­zähl­te Andre­as Wie­ner, der mit Bil­ly Baunz aka D-fla­me warb. Zum Auf­ge­bot der sie­ben Clubs re­sü­mier­te er ge­las­sen: „Ja, es ist ein Ri­si­ko, aber ein gut kal­ku­lier­ba­res. Zum Glück hat­ten wir Spon­so­ren.“

Bis kurz vor Mit­ter­nacht spiel­te im „Pro­jekt 42“die Band „Bell­child“. Da hat­ten – als To­pact an­ge­kün­digt – „da­ni­to & athi­na“noch ei­ni­ge St­un­den bis zum Auf­tritt. „Das ist Ber­li­ner Club Style“, be­geis­ter­te sich Ge­schäfts­füh­rer Andre­as Ochot­ta: „So hat die Alt­stadt schon lan­ge nicht mehr aus­ge­se­hen.“

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