In der Lan­des­li­ga wird es oben wie un­ten span­nend

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LOKALES - VON KURT THEUERZEIT

FUSSBALL Es könn­te span­nend wer­den in der Lan­des­li­ga, Grup­pe 1. Al­ler­dings wohl kaum, wenn es um die Ver­ga­be der Auf­stiegs­plät­ze ge­hen wird. Da dürf­te sich ein Trio mit TSV Meer­busch, SC Ka­pel­len und SC Vel­bert her­aus­kris­tal­li­sie­ren. Als mög­li­che Ab­stiegs­kan­di­da­ten wer­den meist die Klubs ein­ge­stuft, die neu in der Li­ga sind oder in der vo­ri­gen Sai­son Pro­ble­me hat­ten.

Jo­han­nes Pe­ters als Vor­sit­zen­der des TSV Meer­busch und sein Sohn Chris­toph als Sport­li­cher Lei­ter ha- ben wie in der Ver­gan­gen­heit nur im­mer ein Ziel: ganz oben spie­len. Das gilt jetzt be­son­ders nach dem Ab­stieg. Es muss ganz oben sein, weil es auch wie­der die Ober­li­ga sein muss. In Meer­busch wird nicht nur in­ves­tiert, um un­ein­ge­schränk­te Freu­de am Fuß­ball zu ha­ben, nein es muss auch Er­folg ge­lie­fert wer­den. Der Ka­der müss­te dies auf je­den Fall zu­las­sen. Der neue Trai­ner An­to­nio Mo­li­na hat ein Team zur Ver­fü­gung, das das Klub­ziel pro­blem­los er­rei­chen müss­te.

Kon­kur­renz droht dem TSV al­ler­dings von je­dem ehr­gei­zi­gen Geg- ner, vor al­lem aber von Mit­ab­stei­ger SC Ka­pel­len und dem SC Vel­bert. Die­ser ver­pass­te in der vo­ri­gen Sai­son nur knapp den Auf­stieg und hat sich ge­zielt ver­stärkt. Ehr­geiz dürf­te reich­lich vor­han­den sein. Das gilt auch für den SC Ka­pel­len, der sich aber neu for­mie­ren muss, nach­dem auch nam­haf­te Spie­ler den Klub ver­las­sen ha­ben. Mar­cel Lüft wird bei­spiels­wei­se dem 1. FC Mön­chen­glad­bach er­heb­lich wei­ter­hel­fen.

Am Ta­bel­len­en­de könn­te das Ge­drän­ge wie im Vor­jahr wie­der recht groß wer­den. Ben­rath, das sich über die Re­le­ga­ti­on die Li­ga­zu­ge­hö­rig- keit wie­der ge­si­chert hat, dürf­te eben­so Pro­ble­me be­kom­men wie Jü­chen, das sich die Re­le­ga­ti­on mit ein we­nig Glück er­spa­ren konn­te. Bei­de Teams kön­nen nicht da­von aus­ge­hen, dass sie sich so enorm ver­stär­ken konn­ten, um dem Ab­stiegs­kampf völ­lig zu ent­ge­hen. Mit Auf­stei­ger Rem­scheid kommt zwar wie­der ein tra­di­ti­ons­rei­cher Klub in die Li­ga, aber die Ber­gi­schen wür­den sich si­cher freu­en, wenn sie nicht in Ab­stiegs­ge­fahr ge­rie­ten. Ziel für den ASV Süch­teln, der nach ei­ni­gen Jah­ren wie­der in der Lan­des­li­ga ist, kann auch nur der Klas- sen­er­halt sein. Auf das Ab­schnei­den der an­de­ren elf Mann­schaf­ten darf man ge­spannt sein. Die Ka­der dürf­ten re­la­tiv aus­ge­gli­chen be­setzt sein, so dass bei den di­rek­ten Be­geg­nun­gen die­ser Teams viel Span­nung zu er­war­ten ist. Für die­se Mann­schaf­ten wird der Klas­sen­er­halt aber auch kein Selbst­läu­fer sein. Für Über­ra­schun­gen sind die­se Klubs ge­gen die Spit­zen­mann­schaf­ten aber eben­so gut.

Das gilt ins­be­son­de­re für den 1. FC und Oden­kir­chen. Trai­ner Ke­mal Kuc hat sein Team ge­zielt ver­stär­ken las­sen und möch­te mit ei­ner ein­ge­spiel­ten Mann­schaft als Ba­sis end­lich ei­ne gu­te und stress­freie Se­rie er­le­ben. Das neue Trai­ner-Team beim FC muss nach vie­len Weg­gän­gen Auf­bau­ar­beit leis­ten, hat da­für aber durch­aus sehr gu­tes Per­so­nal zur Ver­fü­gung.

Im be­nach­bar­ten Grenz­land ha­ben sich Net­te­tal und der 1. FC Vier­sen be­son­ders mit jun­gen Ta­len­ten ver­stärkt. In Amern wird Trai­ner Wil­li Kehr­berg auf ei­nen so­li­den Ka­der zu­rück­grei­fen kön­nen, der wie Vier­sen und Net­te­tal die Chan­ce hat, sich aus der Ab­stiegs­zo­ne her­aus­zu­hal­ten.

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