Ziem­lich zy­nisch

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LESERBRIEFE -

Zu „War­um die Men­schen zu we­nig vor­sor­gen“(RP vom 17. Ju­ni): Die Ko­lum­ne kommt mir ziem­lich zy­nisch da­her. Denn: Vie­le Men­schen kön­nen gar nicht vor­sor­gen. Die so­ge­nann­te Mit­tel­schicht schrumpft; in Deutsch­land zah­len et­wa 40 Pro­zent al­ler Steu­er­pflich­ti­gen we­gen zu ge­rin­gen Ein­kom­mens gar kei­ne Steu­ern, und 1,1 Mil­lio­nen „pre­kär“be­schäf­tig­te Er­werbs­tä­ti­ge er­hal­ten vom Staat er­gän­zen­de Leis­tun­gen. Zu­dem wa­ren im Jah­re 2016 in Deutsch­land 4,4 Mil­lio­nen Men­schen auf Hartz IV an­ge­wie­sen. Was für ei­ne trau­ri­ge Bi­lanz! Wo­her soll dann die Al­ters­vor­sor­ge fi­nan­ziert wer­den? Vie­le Men­schen kön­nen sich das ein­fach nicht leis­ten! Tho­mas Wa­che 40477 Düs­sel­dorf Zu „Tank­stel­len für die See­le“(RP vom 17. Ju­ni): Rich­tig, die we­ni­gen Kir­chen an den Au­to­bah­nen sol­len der in­ne­ren Ein­kehr die­nen. Im Ge­gen­satz zu den meis­ten Kir­chen in Städ­ten und Dör­fern sind die­se ge­öff­net und la­den zum Ver­wei­len ein, selbst wenn es nur we­ni­ge Mi­nu­ten sind. In den Städ­ten sind werk­tags die meis­ten Kir­chen­ge­bäu­de aus Schutz vor Dieb­stahl und Van­da­lis­mus ver­schlos­sen. Es gibt lei­der nur in we­ni­gen Kir­chen­ge­mein­den (eh­ren­amt­li­che) Hel­fer, die sich um Schutz und Si­cher­heit von Ge­bäu­de und Be­su­chern küm­mern. Rast für die ge­hetz­te See­le tut so gut. Sieg­fried Kie­sel­bach per Mail

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.