Ver­nach­läs­sigt

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LOKALES / LOKALE GESUNDHEIT -

Für die Tour de Fran­ce wur­de husch, husch al­les an der Stre­cke auf­ge­hüb­scht und re­pa­riert, aber was ist mit den üb­ri­gen Stra­ßen? Un­se­re Stra­ße En­gels­holt hat schon seit ei­ni­gen Jah­ren de­fek­te Bür­ger­stei­ge! Da wird dann ein­fach ein Schild „Schä­den im Geh­weg“auf­ge­stellt und da­mit hat es sich! Man kann ja vi­el­leicht die an­de­re Stra­ßen­sei­te be­nut­zen, die al­ler­dings auch nicht viel bes­ser ist. Wie vie­le Jah­re soll man denn auf ei­ne Re­pa­ra­tur war­ten? Ge­hen Sie bei­spiels­wei­se mal nach Hol­land. Da sind fast al­le Stra­ßen in ei­nem ta­del­lo­sen Zu­stand – und wenn et­was re­pa­riert wer­den muss, geht das ruck­zuck und sau­ber über die Bühne. Kom­me mir kei­ner mit „Aber un­se­re Stadt hat für die vie­len an­ste­hen­den Re­pa­ra­tu­ren kein Geld!“Wenn das Image von Mön­chen­glad­bach auf­po­liert wer­den soll, kommt das Geld ja auch von ir­gend­wo her! Die Tour de Fran­ce in Mön­chen­glad­bach – das war und ist ei­gent­lich ein Jahr­hun­der­tevent, das hier statt­fand und es ver­mut­lich nicht mehr ge­ben wird. Wie so häu­fig hat die Stadt mal wie­der ei­ni­ges ver­schla­fen und ver­säumt, den Knall nicht ge­hört/ver­stan­den und ih­rem le­gen­dä­ren Ruf als Pro­vinz ein­mal wie­der al­le Eh­re ge­macht – lei­der! Nun hat man schon seit über zwei Jah­ren mit dem Min­to für die­se Stadt ein, wie ich fin­de, sehr schö­nes Ein­kaufs­zen­trum, ver­säumt es aber völ­lig, es bei ei­nem solch ein­ma­li­gen Welt-/Groß­er­eig­nis in Szene zu set­zen. Die Sper­run­gen so zu or­ga­ni­sie­ren, dass Ge­schäf­te dort ge­öff­net sein kön­nen und ein­ge­kauft wer­den kann – und dass so ein we­nig die Chan­ce ge­nutzt wird, Men­schen auf die­se Stadt auf­merk­sam zu ma­chen. Auch an­sons­ten hat­ten kei­ne Ge­schäf­te ge­öff­net, statt­des­sen le­dig­lich ein Pu­b­lic Viewing an der KFH, kei­ne Ev­ent­gas­tro­no­mie, ein di­let­tan­tisch-un­schein­bar an­ge­pflanz­tes Stadt­wap­pen.... Das schlech­te Wet­ter wäh­rend der Ver­an­stal­tung pass­te her­vor­ra­gend da­zu, wie sich die Stadt prä­sen­tier­te. Und die­se Stadt be­wirbt sich al­len Erns­tes für die EM 2024? Das ist für mich der Hohn schlecht­hin! Fe­lix Scha­gen Blü­cher­stra­ße 9 Ich möch­te ger­ne auch mal so viel Geld, wel­ches ja Steu­er­geld ist, zum Fens­ter raus­schmei­ßen für so ei­nen Quatsch. Ste­fan Hil­le­ma­cher Heid­kamp 64 er so schlecht da steht wie Glad­bach, un­be­ding­tes Wol­len hat, von die­sen Plät­zen her­un­ter­zu­kom­men. Nicht an das Stadt­sä­ckel den­ken, son­dern an den Bür­ger die­ser Stadt. Al­so Gro­Ko, Mags oder Stadt­käm­me­rer: auf die Ta­ges­ord­nung ganz oben. In die­sem Zu­sam­men­hang fällt auf, dass Mön­chen­glad­bach auch bei Rohr­brü­chen ei­nen Spit­zen­platz ein­nimmt, wenn­gleich die Stadt ur­säch­lich mit Brü­chen nichts zu tun hat. Aber ein schlech­tes Licht wirft es doch. Rolf Göt­tel Neus­ser Stra­ße 320

FO­TO: LINGEN

Die Tour in Glad­bach

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.