Ma­ni­pu­liert

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LESERBRIEFE -

Zu „Ja, wir wol­len!“(RP vom 26. Ju­ni): Ste­fan Wei­gel wirbt für die Öff­nung der Ehe für ho­mo­se­xu­el­le Paa­re, in­dem er nun auch auf die po­si­ti­ve Hal­tung der Grü­nen und der FDP zu die­ser Pro­ble­ma­tik ver­weist. Wie hoch die Zu­stim­mung in der Öf­fent­lich­keit ist, will er auch da­mit be­le­gen, dass so­gar 55 Pro­zent der AfD-An­hän­ger und 95 Pro­zent der Grü­nen da­für sind. Ich emp­fin­de die­se Ar­gu­men­ta­ti­on als Ma­ni­pu­la­ti­on, denn über­haupt nur un­ge­fähr ein Pro­zent der Ge­samt­be­völ­ke­rung ist Mit­glied ei­ner Par­tei, da­bei zäh­len AfD und Grü­ne zu den klei­nen Par­tei­en, die deut­lich an Mit­glie­dern ver­lie­ren. Ich hal­te es für durch­aus mög­lich, dass ei­ne Mehr­heit der Be­völ­ke­rung nach der Fra­ge, was ei­ne Ehe ist, die­se als ei­ne Bin­dung von ei­ner Frau zu ei­nem Mann er­klärt – mit dem Ziel, Kin­der zu be­kom­men. Na­tür­lich hat man nichts da­ge­gen, dass al­le an­de­ren Be­zie­hun­gen, al­so zwi­schen zwei Frauen oder zwei Män­nern ge­setz­lich ge­re­gelt und ge­schützt wer­den soll­ten. Aber Ehen sind es eben nicht. Wer­ner Ja­ro­schek 47228 Duis­burg

FO­TO: DPA

Der Bun­des­tag hat sich für die „Ehe für al­le“aus­ge­spro­chen, doch nach wie vor gibt es auch kri­ti­sche Stim­men.

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