Trä­nen ver­gie­ßen

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - STIMME DES WESTENS -

Die bri­ti­sche Pre­mier­mi­nis­te­rin The­re­sa May hat nach Be­kannt­wer­den ih­rer Nie­der­la­ge bei der jüngs­ten Par­la­ments­wahl ein klein we­nig ge­weint. Zu­min­dest sag­te das May nun in ei­nem BBC-Ra­dio­in­ter­view. „Ich war scho­ckiert von dem Er­geb­nis der ers­ten Wahl­pro­gno­se“, ge­stand sie. Ih­re Kon­ser­va­ti­ven ver­lo­ren bei der vor­ge­zo­ge­nen Neu­wahl An­fang Ju­ni ih­re ab­so­lu­te Mehr­heit im bri­ti­schen Un­ter­haus. Die Fra­ge, ob sie ei­ne Trä­ne ver­gos­sen ha­be, be­jah­te die 60-Jäh­ri­ge. „Ei­ne klei­ne Trä­ne“, sag­te sie. Ei­ne klei­ne, so so. Für gro­ße emo­tio­na­le Aus­brü­che ist The­re­sa May oh­ne­hin nicht be­kannt. Sie gilt als die neue Ei­ser­ne La­dy. Bei der Brand­ka­ta­stro­phe im Lon­do­ner Gre­en­fell To­wer wirk­te sie so­gar noch küh­ler und un­nah­ba­rer als sonst. Die ein oder an­de­re (ehr­li­che) Trä­ne mehr tä­te Mays Image ganz gut. ja­co

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