So­zi­al­ge­richt klärt Hartz-IV-An­spruch für EU-Bür­ger

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - WIRTSCHAFT -

KAS­SEL (epd) EU-Bür­ger müs­sen für ei­nen An­spruch auf Hartz IV nicht un­un­ter­bro­chen min­des­tens ein Jahr in Deutsch­land ge­ar­bei­tet ha­ben. Auch nach ei­nem Job­wech­sel oder ei­ner kur­zen Ar­beits­lo­sig­keit kann der An­spruch be­ste­hen – vor­aus­ge­setzt, bei­de Be­schäf­ti­gun­gen dau­er­ten ins­ge­samt mehr als ein Jahr. Das ent­schied ges­tern das Bun­des­so­zi­al­ge­richt in Kas­sel.

Nach den ge­setz­li­chen Be­stim­mun­gen sind EU-Bür­ger, die sich al­lein zur Ar­beit­su­che in Deutsch­land auf­hal­ten, von Hartz IV aus­ge­schlos­sen. An­ders ist es, wenn der EU-Aus­län­der im deut­schen Ar­beits­markt in­te­griert ist. Nach dem Ge­setz be­steht dann ein sechs­mo­na­ti­ger Ar­beits­lo­sen­geld-II-An­spruch, wenn er zwi­schen ei­nem hal­ben und ei­nem Jahr als Ar­beit­neh­mer tä­tig war. Be­steht ei­ne mehr als ein­jäh­ri­ge Be­schäf­ti­gung, kann er un­be­fris­tet Hartz IV er­hal­ten.

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