Auf dem Holz­weg

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LESERBRIEFE -

Ge­mäß der Re­zen­si­on von Herrn Dr. Go­ertz ist ein­ge­tre­ten, was ich be­fürch­tet hat­te: ei­ne Wa­gner-Oper ver­frem­det und so­mit to­tal ver­hunzt. Das Pu­bli­kum hat of­fen­bar größ­ten­teils pro­tes­tiert. Wenn man wäh­rend der Vor­stel­lung am bes­ten die Au­gen schließt und nur den Ge­sang und die Orches­ter­mu­sik ge­nießt, könn­te man auch das oh­ne­hin knap­pe Geld für die Ins­ze­nie­rung spa­ren und ei­ne kon­zer­tan­te Auf­füh­rung bie­ten. (Letz­te­re kön­nen sehr schön sein, wenn man an die Thiele­mann-Kon­zer­te in der Dresd­ner Staats­oper denkt). Vi­el­leicht will ja die Stadt­ver­wal­tung mit ih­rem Spar­druck der Opern­in­ten­danz durch die Blu­me sa­gen, auf Ins­ze­nie­run­gen lie­ber zu ver­zich­ten (und viel Geld zu spa­ren), die oh­ne­hin kei­nen Be­su­cher rich­tig er­freu­en. So­gar die Ur­tei­le der OpernS­couts sind sehr ge­mischt. Wann wird die Opern­in­ten­danz end­lich mer­ken, dass sie mit sol­chen Ins­ze­nie­run­gen auf dem Holz­weg ist? Ti­lo Bey­er 40545 Düs­sel­dorf

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