Jü­chen soll bes­se­ren Bahn­an­schluss be­kom­men

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - RHEINISCHE LANDPARTIE - VON CARS­TEN SOM­MER­FELD

Bür­ger­meis­ter Zil­li­kens macht sich für voll­wer­ti­gen S-Bahn-Aus­bau stark – samt bar­rie­re­frei­en Um­baus der Bahn­hö­fe.

JÜ­CHEN Bahn­kun­den in Jü­chen kön­nen sich auf Ver­bes­se­run­gen freu­en: Ab De­zem­ber 2019 wird die Re­gio­nal­bahn (RB) 27 mon­tags bis sams­tags auch in den Ne­ben­ver­kehrs­zei­ten – von 9 bis 15 Uhr – stünd­lich bis Mön­chen­glad­bach be­zie­hungs­wei­se über Gre­ven­broich in Rich­tung Köln und Ko­blenz fah­ren. Zu­dem wird die RB 27 auch sams­tags von 6 bis und 20 Uhr rol­len. Bis­lang fährt an Sams­ta­gen in Jü­chen le­dig­lich der Re­gio­nal-Ex­press (RE) 8 (eben­falls Mön­chen­glad­bach – Ko­blenz) .

Die vom Ver­kehrs­ver­bund RheinRuhr (VRR) an­ge­kün­dig­ten Ver­bes­se­run­gen wer­den im Jü­che­ner Rat­haus be­grüßt. „Köln so­wie der KölnBon­ner Flug­ha­fen, die um­stei­ge­frei er­reicht wer­den kön­nen, sind für die Ge­mein­de Jü­chen ei­ne wich­ti­ge Ver­kehrs­ach­se – für Be­rufs­pend­ler und Stu­den­ten eben­so wie für den Ein­kaufs­ver­kehr. Wir brau­chen ei­ne gu­te An­bin­dung an die Ober­zen­tren“, be­tont Bür­ger­meis­ter Ha­rald Zil­li­kens. Klar, dass die Ge­mein­de auch die Plä­ne für den S-Bahn-Aus­bau ver­folgt. Et­wa En­de 2023 soll die RB 27 zwi­schen Dom­stadt und Mön­chen­glad­bach in die S-Bahn-Li­nie 6 um­ge­wan­delt wer­den. „Der S-Bahn-Aus­bau ist ein wich­ti­ges Ar­gu­ment auch für Neu­an­sied­lun­gen“, er­klärt der Ver­wal­tungs­chef. Ei­ne vom Nah­ver­kehr Rhein­land in Auf­trag ge­ge­be­ne Mach­bar­keits­stu­die emp­fiehlt ei­ne S-Bahn, die an Werk­ta­gen al­le 20 Mi­nu­ten zwi- schen Köln und Gre­ven­broich rollt. Doch für die Nach­bar­ge­mein­de Jü­chen ist laut die­ser Emp­feh­lung ein deut­lich aus­ge­dünn­tes Fahr­ten­an­ge­bot vor­ge­se­hen. Le­dig­lich ein­mal in der St­un­de soll ein S-Bahn-Zug von Gre­ven­broich wei­ter durch Jü­chen bis Mön­chen­glad­bach fah­ren, die üb­ri­gen Zü­ge sol­len be­reits in Gre­ven­broich en­den und um­keh­ren. Zu­sätz­lich soll – au­ßer sonn­tags – stünd­lich wei­ter der RE 8 fah­ren. Da­mit wür­de sich ein Halb­stun­den-Takt er­ge­ben. Ha­rald Zil­li­kens be­tont, dass es bei der neu­en SBahn „auf kei­nen Fall zu ei­ner Ver­schlech­te­rung des An­ge­bo­tes kom­men darf“. Und er for­dert den „voll­stän­di­gen S-Bahn-Aus­bau. Am bes-

Ha­rald Zil­li­kens ten wä­re es, wenn al­le S-Bahn-Zü­ge von Gre­ven­broich bis Mön­chen­glad­bach wei­ter­rol­len.“Sonst müss­ten Jü­che­ner Fahr­gäs­te zum Teil in Gre­ven­broich aus­stei­gen und dort auf den nächs­ten Zug war­ten. Zil­li­kens steht mit die­ser Mei­nung nicht al­lein. „Wün­schens­wert wä­re ei­ne Wei­ter­fahrt al­ler bis Gre­ven­broich vor­ge­se­he­nen Zü­ge über Jü­chen nach Mön­chen­glad­bach“, hat­te Land­rat Hans-Jür­gen Pe­t­rausch­ke er­klärt.

Zil­li­kens ver­bin­det mit der neu­en S-Bahn eben­so die Hoff­nung, dass im Rah­men des Aus­baus die Sta­tio­nen in Jü­chen und Hoch­neu­kirch end­lich bar­rie­re­frei um­ge­baut wer­den. Seit Jah­ren for­dert die Ge­mein­de die Er­neue­rung. „Wir wa­ren bei den För­der­pro­gram­men nicht be­rück­sich­tigt wor­den. Wir muss­ten so­gar rund 400.000 Eu­ro För­der­mit- tel für den Park-and-Ri­de-Platz in Hoch­neu­kirch nicht zu­rück­zah­len, weil der Bahn­hof nicht bar­rie­re­frei um­ge­baut wur­de.“Laut Zil­li­kens hät­te die Ge­mein­de 1,5 Mil­lio­nen Eu­ro für ei­nen Auf­zug in­ves­tie­ren müs­sen, „doch vom Bahn­steig in den Zug hät­ten Bahn­rei­sen­de wei­ter klet­tern müs­sen. Die Bahn woll­te den Bahn­steig nicht er­hö­hen.“

„Der S-BahnAus­bau ist ein wich­ti­ges Ar­gu­ment auch für Neu­an­sied­lun­gen“

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