Mön­chen­glad­ba­cher Ein­satz für Frie­den

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LOKALES - VON DE­NI­SA RICH­TERS

Der Un­ter­neh­mer Max Rei­ners ist seit An­fang Ju­li Mit­glied im Stif­tungs­bei­rat der Ka­tho­li­schen Frie­dens­stif­tung.

Als beim G20-Gip­fel in Ham­burg die Ge­walt es­ka­lier­te, mach­te das Max Rei­ners, Ge­schäfts­füh­rer des Un­ter­neh­mens Rhe­nus Lub mit Sitz in Rhein­dah­len, nach­denk­lich. Ihm wur­de klar, wie schnell ei­ne fried­li­che Si­tua­ti­on ins Ge­gen­teil kip­pen kann. Und wie wich­tig es ist, sich für Frie­den ein­zu­set­zen. Das macht Rei­ners seit vie­len Jah­ren und un­ter­stützt die Ka­tho­li­sche Frie­dens­stif­tung, seit 1. Ju­li auch als Mit­glied im Stif­tungs­bei­rat. „Frie­den be­ginnt im ei­ge­nen Kopf, setzt sich von dort wei­ter fort“, sagt Rei­ners.

Stif­tungs­vor­stand Heinz-Ger­hard Jus­ten­ho­ven, ka­tho­li­scher Theo­lo­ge und Frie­dens­for­scher, freut sich, den Mön­chen­glad­ba­cher im Bei­rat zu ha­ben. „Wir wol­len auf wis­sen­schaft­li­chen Grund­la­gen das Den- ken ver­än­dern.“Und zwar in Po­li­tik, Ge­sell­schaft, Kir­che und Mi­li­tär. Kon­kret ge­he es um Län­der wie Ma­li, Ukrai­ne oder Sy­ri­en, aber auch um die Ver­ant­wor­tung von Eu­ro­pa und das Zu­sam­men­le­ben in der EU. „Un­ser Wohl­stand ist zum Teil auf dem Rü­cken an­de­rer Na­tio­nen er­wirt­schaf­tet“, des­halb, so Jus­ten­ho­ven, müs­se der Wes­ten „Afri­ka auf Au­gen­hö­he“be­geg­nen. Ein The­ma für den G20-Gip­fel, des­sen ak­tu­el­ler Er­folg die Ei­ni­gung von USA und Russ­land auf ein ge­mein­sa­mes Vor­ge­hen in Sy­ri­en sei.

Rei­ners setzt als sei­nen Stif­ter­schwer­punkt die eu­ro­päi­sche Au­ßen- und Si­cher­heits­po­li­tik. Ge­forscht wird zu Wer­ten und Wur­zeln des eu­ro­päi­schen Frie­dens und wie der ge­si­chert wer­den kann. Rei­ners ist fa­mi­li­är ge­prägt, schließ­lich ge­hör­te sein Groß­va­ter, Kon­rad Ade- nau­er, zu den Weg­be­rei­tern des heu­ti­gen Eu­ro­pas. „Ei­ne sol­che Ve­rän­de­rung im Den­ken dau­ert lan­ge“, sagt Rei­ners. Das sei in ei­nem Un­ter­neh­men ähn­lich wie zwi­schen Staa­ten. Wich­tig sei, al­le mit­zu­neh­men und zu über­zeu­gen. Er sieht es als christ­li­chen Auf­trag, Ge­winn nicht nur für sich selbst, son­dern auch für die Mit­men­schen zu schaf­fen. Ein gu­tes Bei­spiel ist für ihn das Um­den­ken in Mön­chen­glad­bach, wo einst ein paar Ak­teu­re nur ei­ge­ne In­ter­es­sen ver­folgt hät­ten. Die Wen­de kam mit dem vi­sio­nä­ren Mas­ter­plan, den en­ga­gier­te Un­ter­neh­mer und Ar­chi­tek­ten der Stadt schenk­ten und der nun um­ge­setzt wird. Der Initia­tiv­kreis, in dem Rei­ners ak­ti­ves Mit­glied ist, wid­met ei­ne Rei­he Frie­dens­no­bel­preis­trä­gern. Ein gu­ter Rah­men für ei­nen Auf­tritt des Frie­dens­for­schers Jus­ten­ho­ven.

FO­TO: DET­LEF ILGNER

Max Rei­ners (r.) be­grüß­te bei Rhe­nus Lub Heinz-Ger­hard Jus­ten­ho­ven und Tan­ja Hö­fert von der Ka­tho­li­schen Frie­dens­stif­tung.

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