Kalenderblatt 17. Ju­li 1994

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - UNTERHALTUNG - TEXT: JENI / FO­TO: WIKIPEDIA

Das Fi­na­le der Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft 1994 war das ers­te, das durch ein Elf­me­ter­schie­ßen ent­schie­den wur­de. Auf dem Platz im ka­li­for­ni­schen Pa­sa­de­na stan­den Ita­li­en und Bra­si­li­en. Deutsch­land war mit Trai­ner Ber­ti Vogts im Vier­tel­fi­na­le aus­ge­schie­den, Gast­ge­ber USA hat­te es nur bis ins Ach­tel­fi­na­le ge­schafft. Das Fi­na­le war zu­nächst für die rund 60.000 Zu­schau­er im Sta­di­on und die Mil­lio­nen an den TV-Bild­schir­men ei­ne Ent­täu­schung. Bei­de Mann­schaf­ten kon­zen­trier­ten sich auf ih­re De­fen­si­ve, auf Tor­chan­cen muss­te das Pu­bli­kum weit­ge­hend ver­zich­ten. Die Ver­län­ge­rung brach­te kei­ne Ent­schei­dung, so muss­ten sich die Teams ei­nen Show­down im Elf­me­ter­schie­ßen lie­fern. Es wur­de span­nend. Mit Fran­co Ba­re­si schoss der ers­te Ita­lie­ner über das Tor, da­nach hielt Gi­an­lu­ca Pag­li­uca ge­gen Bra­si­li­ens Mar­cio San­tos. Die nächs­ten vier Spie­ler konn­ten ih­re Elf­me­ter ver­wan­deln, doch dann hielt der bra­si­lia­ni­sche Tor­wart Clau­dio Taf­f­a­rel ge­gen Da­nie­le Mas­sa­ro. Als auch noch die ita­lie­ni­sche Fuß­ball­le­gen­de Ro­ber­to Bag­gio (Fo­to) ver­schoss, war das Fi­na­le ent­schie­den: 3:2 für Bra­si­li­en. Bag­gio wur­de, nach­dem er sei­ne Mann­schaft fast im Al­lein­gang ins Fi­na­le ge­bracht hat­te, zur tra­gi­schen Fi­gur der WM. Bra­si­li­en durf­te ju­beln. Zum vier­ten Mal hat­te die Se­leçao den Ti­tel ge­holt – so oft wie kei­ne an­de­re Na­ti­on vor ihr.

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