Ei­ne Amts­ent­he­bung gilt als un­wahr­schein­lich

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - STIMME DES WESTENS -

Im­peach­ment Ei­ne Mög­lich­keit, mit der Do­nald Trump vor­zei­tig aus dem Amt des US-Prä­si­dent schei­den könn­te, wä­re ein Im­peach­ment – ein Amts­ent­he­bungs­ver­fah­ren. Die US-Ver­fas­sung sieht die­ses Ver­fah­ren vor, wenn Prä­si­dent, Vi­ze­prä­si­dent oder an­de­re Amts­in­ha­ber des Lan­des­ver­rats, der Be­ste­chung oder an­de­rer schwe­rer Ver­bre­chen oder Ver­ge­hen schul­dig be­fun­den wur­den. Prä­ze­denz­fäl­le Bis­lang wur­de ge­gen zwei Prä­si­den­ten ein Ver­fah­ren ein­ge­lei­tet. 1868 wur­de And­rew John­son vor­ge­wor­fen, er ha­be die Rech­te des Kon­gres­ses miss­ach­tet, weil er ei­nen Kriegs­mi­nis­ter oh­ne Zu­stim­mung des Se­nats er­nann­te. 1999 soll Bill Cl­in­ton im Zu­ge der Le­wins­ky-Af­fä­re die Jus­tiz be­hin­dert und Mein­eid ge­leis­tet ha­ben. In bei­den Fäl­len kam es im Se­nat nicht zur nö­ti­gen Zwei-Drit­tel-Mehr­heit der Ja-Stim­men zur Amts­ent­he­bung. Richard Ni­xon kam ei­nem als si­cher gel­ten­den Im­peach­ment 1974 zu­vor, in­dem er zu­rück­trat. Wahr­schein­lich­keit Ein Ver­fah­ren ge­gen Do­nald Trump gilt der­zeit als un­rea­lis­tisch. Der Se­nat setzt sich aus 52 Re­pu­bli­ka­nern, 46 De­mo­kra­ten und zwei Un­ab­hän­gi­gen zu­sam­men. Stimm­ten De­mo­kra­ten und Un­ab­hän­gi­ge für ein Im­peach­ment, müss­ten im­mer noch auch 18 Re­pu­bli­ka­ner ge­gen Trump stim­men.

FO­TO: DPA

Do­nald Trump sieht schwie­ri­gen Zei­ten ent­ge­gen.

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