Atem­los

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - STIMME DES WESTENS -

Frank-Wal­ter St­ein­mei­er ge­nießt es, dass das Amt des Bun­des­prä­si­den­ten et­was Ent­schleu­ni­gung bringt. „Nach vie­len Jah­ren in atem­lo­ser Kri­sen­di­plo­ma­tie“kön­ne er nun „mit et­was län­ge­rem Atem Po­li­tik ma­chen“, sag­te St­ein­mei­er dem „Stern“. Nun kann min­des­tens ei­ne Ge­ne­ra­ti­on von Deut­schen den Be­griff „atem­los“nicht hö­ren, oh­ne He­le­ne Fi­scher mit­zu­den­ken („Atem­los durch die Nacht“). Auch des­halb ist es ganz gut, dass der Prä­si­dent mal Luft ho­len kann. Schließ­lich heißt es in „Atem­los“: „Ich schlie­ße mei­ne Au­gen, lö­sche je­des Ta­bu“– kein gu­ter Rat für ein Staats­ober­haupt. „Nein, wir wol­len hier nicht weg“könn­te zu­dem als Rei­se­faul­heit ver­stan­den wer­den. He­le­ne Fi­scher wur­de beim DFB-Po­kal­fi­na­le für „Atem­los“aus­ge­pfif­fen. St­ein­mei­er, der eben­falls da war, nicht. Al­les rich­tig ge­macht. fvo

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