Oma und die Mas­sa­ge

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KULTUR -

Es ist, wie es ist - mit 91 Jah­ren. Die Weh­weh­chen wer­den nicht we­ni­ger, die Lust am Ein­kau­fen je­doch steigt. Te­le-Shop­ping hat es der Oma an­ge­tan. Ei­ne Mas­sa­ge­auf­la­ge für den elek­tro­ni­schen Ses­sel? Er ver­spricht ein woh­li­ges Ge­fühl der Ent­span­nung. Ge­se­hen, ge­kauft. Beim ers­ten Test­lauf fühlt sich die Mas­sa­ge aber mehr nach den Vi­bra­tio­nen wie beim Start ei­nes Flug­zeugs an. „Nee, dat is net jut, dat is janz krib­be­lig“, be­fin­det die Da­me. Al­so wird in den Mo­dus „Kopf­mas­sa­ge“ge­wech­selt. Et krib­belt noch mehr. Ein plötz­li­cher Ein­wand der Toch­ter, die das Spek­ta­kel mit ein we­nig Ab­stand ver­folgt: „Ist das über­haupt gut, bei Her­zRhyth­mus-Stö­run­gen?“Oh weh, oh weh. Das wur­de nicht be­dacht. Schnell die Auf­la­ge ein­ge­packt und Blut­druck ge­mes­sen: „Joa, der is in Ord­nung. Aber im Kopf bin ich nu janz do­re­en“. Aber si­cher to­tal ent­spannt.

SA­BI­NE KRICKE

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