Bi­schof bit­tet um Ent­schul­di­gung für Miss­brauchs­fäl­le

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - POLITIK -

RE­GENS­BURG (epd) In ei­nem Hir­ten­wort hat sich der Re­gens­bur­ger Bi­schof Ru­dolf Vo­der­hol­zer zu den Über­grif­fen auf die Re­gens­bur­ger Dom­spat­zen an die Gläu­bi­gen sei­nes Bis­tums ge­wandt. „Ich kann nur in De­mut um Ent­schul­di­gung bit­ten“, schrieb er in dem Brief, der ges­tern in den Got­tes­diens­ten ver­le­sen wur­de. Der Be­richt über die kör­per­li­che und se­xu­el­le Ge­walt, die bei den Re­gens­bur­ger Dom­spat­zen Schü­ler über Jahr­zehn­te er­lebt hät­ten, „macht mich zu­tiefst zer­knirscht und er­füllt mich mit Scham“, hieß es wei­ter. Nach zwei­jäh­ri­ger Un­ter­su­chung hat­te der Rechts­an­walt Ul­rich We­ber das Au­f­ar­bei­tungs­gre­mi­um jüngst sei­nen Ab­schluss­be­richt prä­sen­tiert. Dem­nach gab es bis 1992 rund 500 Op­fer kör­per­li­cher und 67 Op­fer se­xu­el­ler Ge­walt. Ein­schließ­lich der Dun­kel­zif­fer kön­ne die Ge­samt­zahl der Op­fer bei 700 lie­gen. Als Tä­ter sei­en 49 Men­schen aus­ge­macht wor­den.

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