Lahm erst­mals Fuß­bal­ler des Jah­res

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - SPORT -

Der zu­rück­ge­tre­te­ne Welt­meis­ter und ehe­ma­li­ge Bay­ern-Pro­fi er­hält so et­was wie ei­ne Aus­zeich­nung für sein Le­bens­werk.

MÜN­CHEN (dpa) Welt­meis­ter Phil­ipp Lahm ist nach sei­ner Bil­der­buch­kar­rie­re erst­mals zum „Fuß­bal­ler des Jah­res“ge­kürt wor­den. Der lang­jäh­ri­ge Ka­pi­tän der deut­schen Na­tio­nal­mann­schaft und des FC Bay­ern setzt sich bei der Wahl mit 242 Stim­men klar vor Cham­pi­ons­Le­ague-Sie­ger To­ni Kroos (192 Stim­men) durch. Der Star von Re­al Ma­drid hät­te aus rein sport­li­cher Sicht die Eh­rung in die­ser Spiel­zeit si­cher eher ver­dient ge­habt. „Es ist ei­ne gro­ße Aus­zeich­nung, ich ha­be mich wirk­lich sehr dar­über ge­freut. Ich den­ke, dass die deut­schen Sport­jour­na­lis­ten bei die­ser Wahl wohl mei­ne gan­ze Kar­rie­re ge­se­hen ha- ben“, sag­te Lahm nach ei­ner Aus­zeich­nung – auch für sein Le­bens­werk.

Zwei Mo­na­te nach dem En­de sei­ner Kar­rie­re mit acht deut­schen Meis­ter­ti­teln, sechs Po­kal­sie­gen und noch je ei­nem Tri­umph in der Cham­pi­ons Le­ague, bei der Club­WM und der „rich­ti­gen“WM ge­nießt Lahm die Zeit mit sei­ner Fa­mi­lie und als Pri­va­tier. Schon län­ger treibt er sei­ne zwei­te be­ruf­li­che Lauf­bahn als Un­ter­neh­mer vor­an.

„Es ist ein­fach nicht so, dass ich jetzt je­den Sams­tag ins Sta­di­on ge­hen muss. Ich war lan­ge ge­nug in Sta­di­en, ich hat­te das Glück, dass ich im­mer da­bei sein durf­te“, sag­te der 33-Jäh­ri­ge im „Ki­cker“(Mon­tag). „Ich freue mich dar­auf, mich mit ganz neu­en The­men au­ßer­halb des Fuß­balls zu be­schäf­ti­gen. Ich glau­be, dass die­ser Per­spek­ti­ven­wech­sel nach so vie­len Jah­ren ein­fach wich­tig ist.“Von Bun­des­trai­ner Joa­chim Löw wur­de Lahm zu ei­nem „der bes­ten Fuß­bal­ler über­haupt“ge­kürt, für sei­nen Ex-Coach Pep Guar­dio­la ist er ei­ne „Le­gen­de“, für Bay­ern-Nach­wuchs­lei­ter Her­mann Ger­land ge­hört er in die „Jahr­hun­dert­elf des FC Bay­ern“: Um­so über­ra­schen­der ist es, dass Lahm in an­dert­halb Jahr­zehn­ten Pro­fi­fuß­ball zu­vor nie zum „Fuß­bal­ler des Jah­res“ge­wählt wur­de.

FO­TO: DPA

Schon zum Ab­schied gab es Blu­men: Phil­ipp Lahm.

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