Vie­les ist an­ders im „gal­li­schen Dorf“

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LOKALES - VON DA­NIE­LA GEFGEN

Die Bür­ger­schüt­zen Wind­berg-Groß­hei­de ha­ben zwei Kö­nigs­kom­pa­ni­en.

WIND­BERG Seit Frei­tag fei­ert der Bür­ger­schüt­zen­ver­ein Wind­ber­gGroß­hei­de sein Schüt­zen­fest. Und es gibt in Wind­berg ei­ni­ge in­ter­es­san­te Auf­fäl­lig­kei­ten im Ver­gleich zu an­de­ren Schüt­zen­fes­ten. Da es sich um ei­nen Bür­ger­schüt­zen­ver­ein und nicht um ei­ne der tra­di­tio­nel­len Bru­der­schaf­ten han­delt, fei­ern Ka­tho­li­ken und Pro­tes­tan­ten glei­cher­ma­ßen und ganz of­fi­zi­ell mit­ein­an­der. So gibt es sonn­tags ei­nen öku­me­ni­schen Got­tes­dienst in der ka­tho­li­schen Kir­che. Die klas­si­schen Bru­der­schaf­ten sind über­wie­gend ka­tho­lisch ge­prägt, da fin­det die Fest­mes­se in ka­tho­li­schen Kir­chen statt. Und der Gro­ße Zap­fen­streich wird nicht, wie wo­an­ders üb­lich, nur ein­mal ab­ge­hal­ten, son­dern di­rekt zwei­mal. Sams­tags vor der ka­tho­li­schen Kir­che und sonn­tags vor der evan­ge­li­schen.

Über­haupt wird Gleich­be­rech­ti­gung bei dem Bür­ger­schüt­zen­ver­ein groß ge­schrie­ben. Kö­nig Die­ter Schil­ken kann sich näm­lich über zwei Kö­nigs­kom­pa­ni­en freu­en. Der Grund: Rit­ter Die­ter Pe­ters ge­hört zur Kom­pa­nie Am Was­ser­turm, Rit­ter Andre­as Reinl kommt aus der Kom­pa­nie Am St­ein­berg. Da­mit sich kei­ne be­nach­tei­ligt fühlt und bei­de die eh­ren­vol­le Auf­ga­be über­neh­men kön­nen, hat man kur­zer­hand bei­de zu Kö­nigs­kom­pa­ni­en er­nannt.

„Wir wer­den auch manch­mal als gal­li­sches Dorf be­zeich­net“, er­zählt Mar­cel Spie­ker (32), ers­ter Ge­schäfts­füh­rer, au­gen­zwin­kernd. Für ihn gibt es auf dem Schüt­zen­fest ein per­sön­li­ches High­light: „Ich ha­be bei der Pa­ra­de sehr vie­le Kin­der und Ju­gend­li­che ge­se­hen. Auf Nach- wuchs wird nun mehr Wert ge­legt, das scheint man zu mer­ken.“

Sa­scha Dier­sche (42), Pres­se­wart des Bür­ger­schüt­zen­ver­eins, freut sich sehr dar­über, dass die Zu­sam­men­ar­beit mit den Gast­bru­der­schaf­ten Jahr für Jahr so gut ver­läuft. „Bei der gro­ßen Pa­ra­de am Sonn­tag wa­ren 300 Schüt­zen an­we­send, dar­un­ter Gast­bru­der­schaf­ten aus Venn, Wald­hau­sen und Hardt.“

Heu­te en­det das Schüt­zen­fest um 13 Uhr mit dem Klom­pen­ball im Fest­zelt auf der An­na­stra­ße.

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