„Sie hat uns mit Lie­be über­schüt­tet“

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - UNTERHALTUNG -

Kurz vor dem 20. To­des­tag ih­rer Mut­ter spre­chen die bri­ti­schen Prin­zen of­fen über ih­ren Ver­lust.

LON­DON (dpa) Das letz­te Ge­spräch zwi­schen Prin­zes­sin Dia­na und ih­ren Söh­nen war ein „has­ti­ges“Te­le­fo­nat – das be­rich­ten die Prin­zen Wil­li­am (35) und Har­ry (32) in ei­ner TV-Do­ku­men­ta­ti­on an­läss­lich des 20. To­des­tags ih­rer Mut­ter. An den In­halt des Ge­sprächs kön­ne er sich nicht er­in­nern, sagt Har­ry. „Al­les, was ich noch weiß, ist, dass ich für den Rest mei­nes Le­bens be­reu­en wer­de, wie kurz der An­ruf war.“Es sei „un­vor­stell­bar schwer“, den Rest sei­nes Le­bens da­mit zu­recht­zu­kom­men.

Auch Prinz Wil­li­am be­las­tet das letz­te Ge­spräch, nur St­un­den vor dem Un­fall­tod Dia­nas „ziem­lich schwer“, wie er ei­nem Be­richt des bri­ti­schen TV-Sen­ders itv zu­fol­ge sag­te. Trotz­dem emp­fin­de er es als „heil­sa­men Pro­zess“, über sei­ne Mut­ter zu spre­chen, sag­te der Zwei­te in der bri­ti­schen Thron­fol­ge.

„Es ist das ers­te Mal, dass wir bei­de über sie als Mut­ter ge­spro­chen ha­ben“, sag­te Prinz Har­ry. Prin­zes­sin Dia­na sei die bes­te Mut­ter der Welt ge­we­sen. „Sie hat uns mit Lie­be über­schüt­tet.“Gleich­zei­tig sei Dia­na als Mut­ter sehr un­kon­ven­tio­nell ge­we­sen. „Du kannst so frech sein, wie du willst, lass dich nur nicht da­bei er­wi­schen“, sei ei­ner ih­rer Rat­schlä­ge ge­we­sen, be­rich­te­te Har­ry.

Wil­li­am er­in­nert sich dar­an, wie sei­ne Mut­ter meh­re­re Top­mo­dels, un­ter an­de­rem Nao­mi Camp­bell und Cin­dy Cra­w­ford, in den Ken­sing­ton-Pa­last ein­ge­la­den ha­be, um ihn zu über­ra­schen. „Ich wur­de knall­rot und wuss­te nicht, was ich sa­gen soll­te, taps­te her­um und stol­per­te auf mei­nem Weg die Trep­pe hin­auf“, sag­te Wil­li­am.

Es ver­ge­he kein Tag, an dem sich die bei­den Prin­zen nicht wünsch­ten, Dia­na wä­re noch da, sag­te Har- ry. „Wir fra­gen uns, was für ei­ne Mut­ter sie jetzt wä­re, wel­che Rol­le sie in der Öf­fent­lich­keit spie­len wür­de und was sie ve­rän­dern wür­de.“

Wil­li­am ist sich si­cher, dass Dia­na ei­ne wun­der­ba­re Groß­mut­ter wä­re. Er hal­te die Er­in­ne­rung an sei­ne Mut­ter wach, in­dem er mit sei­nen Kin­dern Ge­or­ge, der am Wo­che­n­en­de sei­nen vier­ten Ge­burts­tag fei­er­te, und Char­lot­te (2) stän­dig über „Oma Dia­na“spre­che.

Dia­na kam am 31. Au­gust 1997 bei ei­nem Au­to­un­fall in Pa­ris im Al­ter von 36 Jah­ren ums Le­ben. Das Un­glück er­schüt­ter­te das gan­ze Land und war welt­weit in den Schlag­zei­len. Ih­re Söh­ne Prinz Wil­li­am und Prinz Har­ry wa­ren da­mals 15 und zwölf Jah­re alt. Die Do­ku­men­ta­ti­on „Dia­na, Our Mo­ther: Her Li­fe and Le­ga­cy“(Un­se­re Mut­ter: Ihr Le­ben und Ver­mächt­nis) läuft heu­te Abend bei itv.

FO­TO: DPA

Dia­na mit ih­ren Kin­dern Har­ry (l.) und Wil­li­am 1992.

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