Mu­ti­ge Ver­fol­ger stel­len bru­ta­len La­den­dieb

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - MEDIEN -

Ob­wohl ein Zeu­ge (52) ge­schla­gen wird, gibt er nicht auf und holt mit zwei­tem Mann (65) den Flüch­ten­den ein.

(gap) Oh­ne ih­ren Ein­satz wä­re der po­li­zei­be­kann­te Dieb mit sei­ner Beu­te (elf Beu­tel Pis­ta­zi­en) längst über al­le Ber­ge. Doch die zwei Män­ner, die am Sams­tag den Flüch­ten­den ver­folg­ten, hat­ten den nö­ti­gen Biss. Der La­den­dieb hat­te in ei­nem Dis­coun­ter ei­ne Ein­kaufs­ta­sche ge­füllt und die Kas­se pas­siert, oh­ne zu zah­len. Dies hat­te nicht nur ei­ne An­ge­stell­te, son­dern auch ein Kun­de, 52, mit­be­kom­men. Der lief hin­ter dem Flüch­ti­gen her, wo­bei er ihn mehr­mals auf­for­der­te, ste­hen­zu­blei­ben. Dar­auf­hin dreh­te sich der La­den­dieb plötz­lich um, schlug dem Kun­den mit der Faust ins Ge­sicht und rann­te wei­ter. Ein wei­te­rer Mann, 65, hat­te den Vor­fall be­ob­ach­tet und schal­te­te sich nun in das Ge­sche­hen ein. Er lud den ers­ten Zeu­gen mit in sein Au­to und ver­folg­te mit ihm ge­mein­sam den flüch­ti­gen Dieb. An der Kre­fel­der Stra­ße in Hö­he der Zep­pe­lin­stra­ße hol­ten sie den Mann ein, stie­gen aus dem Fahr­zeug und ris­sen den La­den­dieb zu Bo­den. Dort fi­xier­ten sie ihn bis zum Ein­tref­fen der alar­mier­ten Po­li­zei. Al­ler­dings tru­gen al­le Be­tei­lig­ten bei dem Ger­an­gel Bles­su­ren da­von. Bei dem von den Zeu­gen ge­stell­ten Dieb han­delt es sich um ei­nen in Neuss ge­mel­de­ten, aber tat­säch­lich in Mön­chen­glad­bach auf­häl­ti­gen 33-Jäh­ri­gen, der we­gen Ei­gen­tums- und Dro­gen­de­lik­ten be­reits po­li­zei­lich in Er­schei­nung ge­tre­ten ist. Er wur­de vor­läu­fig fest­ge­nom­men. In sei­ner Ver­neh­mung räum­te er den Dieb­stahl ein. Da er an­gab, He­ro­in kon­su­miert zu ha­ben, wur­de von ihm zu­sätz­lich ei­ne Blut­pro­be ge­nom­men. Er wur­de nach dem Ab­schluss der po­li­zei­li­chen Maß­nah­men nach Rück­spra­che mit der Staats­an­walt­schaft wie­der ent­las­sen, und ge­gen ihn wur­de ein Straf­ver­fah­ren we­gen räu­be­ri­schen Dieb­stahls ein­ge­lei­tet.

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