Micha­el Prei­ser ist neu­er Chor­di­rek­tor am Thea­ter

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LOKALE KULTUR -

(isch) Stü­cke im Spiel­plan pfle­gen und neue Stü­cke ein­stu­die­ren: Wenn Micha­el Prei­ser sei­ne Auf­ga­be als Chor­di­rek­tor auf den Punkt bringt, klingt das ver­blüf­fend ein­fach. Ei­ne Täu­schung, denn da­hin­ter ver­birgt sich „ein 120-Pro­zen­tJob“, wie der aus­ge­bil­de­te Kon­zert­pia­nist und Di­ri­gent la­chend er­gänzt. Der Mu­si­ker hat die Lei­tung des Opern­chors von Ma­ria Be­nyu­mo­va über­nom­men, die zum ers­ten Mal Mut­ter wird und in El­tern­zeit geht. Als Chor­di­rek­tor ist Micha­el Prei­ser zu­sätz­lich für den Ex­tra­chor der Büh­nen und den Nie­der­rhei­ni­schen Kon­zert­chor ver­ant­wort­lich – das be­deu­tet je­de Men­ge Pro­ben nicht nur für zahl­rei­che Opern, son- dern auch für zwei Chor­kon­zer­te und Ex­tra-Pro­gram­me.

Sei­ne ei­gent­li­che Ar­beit als So­lo­re­pe­ti­tor mit Di­ri­gier­ver­pflich­tung, die er seit 2010 aus­übt, hat Micha­el Prei­ser des­halb erst ein­mal auf Eis ge­legt. Da­für konn­te das Thea­ter Yor­gos Ziav­ras vom Opern­stu­dio Nie­der­rhein ver­pflich­ten.

Die Ar­beit mit dem Thea­ter­chor be­deu­tet: Ein­stu­die­rung neu­er Opern und die Auf­fri­schung von be­kann­ten Stü­cken. Um ein­schät­zen zu kön­nen, wel­che Stel­len noch et­was Fein­schliff brau­chen, sitzt er in vie­len Vor­stel­lun­gen und hört ge­nau hin. Dass er bei sei­ner Ar­beit oft zwi­schen den mu­si­ka­li­schen Sti­len und Epo­chen sprin­gen muss, stört ihn nicht. Im Ge­gen­teil: „Das ist voll mein Ding“, sagt er. „Ich muss für je­den Stil den rich­ti­gen Zu­gang und Klang fin­den, den Chor­sän­gern die rich­ti­gen Im­pul­se ge­ben.“Wich­tig sei ihm, die Wech­sel­be­zie­hung zwi­schen Klang und Spra­che her­aus­zu­ar­bei­ten. „Es ist fas­zi­nie­rend, wie durch Puls und Rhyth­mus der Spra­che die Mu­sik ge­stal­tet wer­den kann – das macht sie le­ben­dig.“In der nächs­ten Spiel­zeit kom­men mit „Lo­hen­grin“, „Or­pheus und Eu­ry­di­ke“und „Na­buc­co“gleich drei Opern auf die Büh­ne, in de­nen die Chö­re be­son­ders ge­for­dert sind. Au­ßer­dem freut sich Micha­el Prei­ser auf die Fort­set­zung sei­ner Lie­der­abend­rei­he „Lied-Gut“, die er 2016/ 17 be­gon­nen hat, und die vom Pu­bli­kum be­geis­tert auf­ge­nom­men wur­de. Da er von Ma­ria Be­nyu­mo­va auch die Rol­le des Ka­pell­meis­ters über­nom­men hat, steht Prei­ser in ei­ni­gen Opern­pro­duk­tio­nen selbst am Pult, so di­ri­giert er un­ter an­de­rem „Or­pheus und Eu­ry­di­ke“und „Der Mann, der sei­ne Frau mit ei­nem Hut ver­wech­sel­te“.

Nach der Som­mer­pau­se geht es bald in die Ziel­ge­ra­de bei den Pro­ben mit dem Nie­der­rhei­ni­schen Kon­zert­chor. Am 14. und 15. No­vem­ber wird Prei­ser das ers­te Chor­kon­zert der Sai­son di­ri­gie­ren. Auf dem Pro­gramm ste­hen Mo­zarts Sa­kra­ments­li­ta­nei in Es-Dur und Bruck­ners 1. Mes­se in d-Moll.

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