Phi­lo­so­phi­sches an der Kas­se

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - MEDIEN -

Die Kas­sie­re­rin ist bes­tens ge­launt. Wünscht dem Kun­den ei­nen „wun­der­schö­nen Tag“. Der er­weist sich als wah­rer Mie­se­pe­ter: „Der kann nicht schön wer­den, es gibt Re­gen.“– „Dann zie­hen Sie Ih­re Gum­mi­stie­fel an und sprin­gen durch die Pfüt­zen“, ist die Ant­wort. Fin­det der Mann über­haupt nicht lus­tig: „Ich hat­te schon zwei­mal den Kel­ler un­ter Was­ser.“Auch das bringt die Da­me nicht aus der Fas­sung: „Toll, da hat­ten Sie ei­nen Swim­ming­pool ganz für sich al­lein.“Der Mann mur­melt Un­ver­ständ­li­ches. Da er­weist sich die Kas­sie­re­rin als gro­ße Phi­lo­so­phin. „Der Tag ist im­mer so schön, wie man ihn sich macht“, sagt sie. Der schlecht ge­laun­te Mann zieht von dan­nen. Die war­ten­den Kun­den ap­plau­die­ren der Kas­sie­re­rin.

IN­GE SCHNETTLER

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