Bei der NEW gibt es jetzt zwölf „spre­chen­de“Bus­hal­te­stel­len

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LOKALES - VON DA­NIE­LA GEFGEN

Wie kann Men­schen mit Seh­be­hin­de­run­gen und Se­nio­ren, die auf Rol­la­to­ren an­ge­wie­sen sind, das Bus­fah­ren er­leich­tert wer­den? Wie kön­nen Müt­ter mit Kin­der­wa­gen im Bus ei­nen Platz fin­den, oder wie kommt der Fahr­gast mit dem Gips­bein in den Bus? Das The­ma In­klu­si­on ist auch im öf­fent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr ein gro­ßes The­ma. Die NEW hat meh­re­re Maß­nah­men um­ge­setzt und da­zu ge­hört nicht nur Bar­rie­re­frei­heit.

Für Men­schen mit Seh­be­hin­de­run­gen wur­de an bis­her zwölf Hal­te­stel­len die „Spre­chen­de Hal­te­stel­le“ein­ge­führt. „Da­für wur­den be­son­ders stark ge­nutz­te Or­te aus­ge­wählt“, er­klärt Wolf­gang Op­den­busch, Ge­schäfts­füh­rer der NEW Mo­bil & Ak­tiv. Bei­spie­le hier­für sind die Hal­te­stel­len Burg­müh­le, Po­li­zei­prä­si­di­um oder Gen­ei­cke­ner Bahn­hof. Nach Be­tä­ti­gung ei­nes Schal­ters wer­den die ak­tu­el­le Uhr­zeit an­ge­sagt und auf­ge­zählt, in wie vie­len Mi­nu­ten wel­che Bus­li­ni­en in wel­che Rich­tun­gen fah­ren.

Rund 500.000 Eu­ro ha­ben die NEW und der VRR bis­lang in die­ses Pro­jekt in­ves­tiert. In Zu­kunft sol­len al­le Hal­te­stel­len, die mit ei­nem so ge­nann­ten di­gi­ta­len Ab­fahrts­mo­ni­tor aus­ge­stat­tet sind, zu ei­ner „Spre­chen­den Hal­te­stel­le“um­ge­rüs­tet wer­den.

„Wir set­zen uns seit lan­gem mit dem The­ma der In­klu­si­on aus­ein­an­der“, sagt Fe­lix Hein­richs, Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der der NEW Mo­bil & Ak­tiv. „Wir ha­ben uns ge­fragt, was die NEW zur In­klu­si­on bei­tra­gen kann.“Aus den Über­le­gun­gen her­aus sei­en meh­re­re Maß­nah­men ab­ge­lei­tet wor­den, die in den Bus­sen der NEW – un­ter Be­rück­sich­ti­gung der bau­li­chen Ge­ge­ben­hei­ten – be­reits um­ge­setzt wur­den. So gibt es an den hin­te­ren Tü­ren der Bus­se ei­ne Ram­pe, die das bar­rie­re­freie Ein­fah­ren ei­nes Roll­stuh­les er­mög­li­chen soll. Die Ram- pe kann ma­nu­ell aus dem Bo­den des Ein­gangs­be­rei­ches nach au­ßen hin um­ge­klappt wer­den. Die­ser Vor­gang kön­ne von je­dem Fahr­gast ge­hand­habt wer­den und sei nicht dem Bus­fah­rer vor­be­hal­ten.

Die neu­en Bus­se, die 2016 an­ge­schafft wur­den, sind mit sehr hel­ler und wei­ßer LED-Schrift aus­ge­stat­tet. Dies soll Men­schen mit ein­ge­schränk­tem Seh­ver­mö­gen hel­fen, die Fahrt­zie­le bes­ser le­sen zu kön­nen. Auch der In­nen­raum­be­leuch­tung der neu­en Bus­se wur­de auf LED-Tech­nik um­ge­rüs­tet, um kla­re­re Sicht­ver­hält­nis­se zu schaf­fen.

FO­TO: ILGNER

In­klu­si­on im ÖPNV: Die NEW stell­te vor, wel­che Maß­nah­men sie er­griff, um das Bus­fah­ren für al­le zu er­leich­tern.

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