IN­FO Be­wer­bung noch bis zum 15. Au­gust mög­lich

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - HOCHSCHULE -

Mit­tags­pau­se. Ein kur­zer Blick aufs Han­dy. Ich scrol­le durch die Lis­te mei­ner WhatsApp-Kon­tak­te. „Stay strong“, lau­tet ein Sta­tus, „Ne­ver gi­ve up“ein an­de­rer. Die Zeit der Mo­ti­va­ti­ons­sprü­che ist an­ge­bro­chen, die Zeit, in der wir kurz­fris­tig zu Ex­per­ten auf ei­nem Teil­ge­biet der Wis­sen­schaft wer­den: Die Klau­su­ren oder Haus­ar­bei­ten ste­hen an. Und das neh­men im­mer wie­der ei­ni­ge Stu­die­ren­de zum An­lass, sich von der Au­ßen­welt ab­zu­kap­seln. Ein Pro­gramm blo­ckiert Face­book, das Han­dy bleibt ein­sam im Bi­b­lio­theks­spind zu­rück. Bloß kei­ne Ablen­kung.

An­de­re ver­lie­ren im­mer­hin nicht ganz den An­schluss zur Rea­li­tät. Aber abends weg­zu­ge­hen und sich mit Freun­den zu tref­fen, das ist selbst­ver­ständ­lich nicht er­laubt. Sonst ver­liert der ger­ne ge­äu­ßer­te Satz „Ich le­be gera­de in der Bib“, so­fort an Au­then­ti­zi­tät. Die ein­zi­ge Ge­le­gen­heit, sich le­gal vom Lern­stoff ab­zu­len­ken, bie­tet die ob­li­ga­to­ri­sche Lern- und Kaf­fee­pau­se. End­lich kann man wie­der den neu­es­ten Klatsch und Tratsch auf­sau­gen oder selbst er­zäh­len. Und auch Stu­di­um Das Stu­di­en­fach Me­di­en­recht und Me­di­en­wirt­schaft an der Tech­ni­schen Hoch­schu­le Köln be­ginnt im Win­ter­se­mes­ter und dau­ert vier Se­mes­ter. Zu­las­sung Be­wer­bungs­schluss ist der 15. Au­gust, die Be­wer­bung er­folgt on­li­ne un­ter der Adres­se www.th-koeln.de/stu­di­um/me­di­en­recht-und-me­di­en­wirt­schaft­mas­ter-be­wer­bun­g_4230.php. Kos­ten Der Se­mes­ter­bei­trag im Win­ter­se­mes­ter 2017/18 be­trägt 263,40 Eu­ro.

Das Le­ben in der Bi­b­lio­thek

oh­ne Ge­sprächs­part­ner lässt sich ei­ni­ges er­fah­ren: Man kann ein­fach zu­hö­ren und ge­nie­ßen, wenn in ent­spre­chen­der Laut­stär­ke dra­ma­ti­sche Be­zie­hungs­pro­ble­me oder das Ver­hal­ten von Kom­mi­li­to­nen dis­ku­tiert wer­den. Zu Recht wird auf die Stu­die­ren­den ge­schimpft, die Sei­ten mit den für sie re­le­van­ten In­for­ma­tio­nen aus be­lieb­ten Bi­b­lio­theks­bü­chern rei­ßen. Kein neu­es Ver­ge­hen, aber im­mer wie­der är­ger­lich.

Neu und bis­her un­ge­schla­gen in der Bes­ten­lis­te der Pau­sen-Er­zäh­lun­gen ist aber die Ge­schich­te über den Mit­be­woh­ner, der „für ein Pro­jekt“ei­ne to­te Rat­te in den WGKühl­schrank leg­te. Sie blieb dort nur ein paar Mi­nu­ten lie­gen, als Mo­del für ein kur­zes Fo­to­shoo­ting. Die ent­stan­de­nen Fo­tos muss­ten selbst­ver­ständ­lich in der WG-ei­ge­nen WhatsApp-Grup­pe ge­teilt wer­den. Die Re­ak­tio­nen lie­ßen nicht lan­ge auf sich war­ten. Und mei­ne ei­ge­ne Re­ak­ti­on auf die­se Ge­schich­te zeigt: Zweck er­füllt, Ablen­kung de­fi­ni­tiv ge­lun­gen.

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