5:1 in Aachen – GHTC ver­schafft sich Luft im Ta­bel­len­kel­ler

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - SPORT LOKAL - VON THO­MAS GRULKE

Durch den zwei­ten Sai­son­sieg hat der ak­tu­el­le Deut­sche Meis­ter vier Punk­te Vor­sprung vor dem Ab­stiegs­platz der Ten­nis-Bun­des­li­ga.

TEN­NIS Es sind zwar erst zwei Sai­son­drit­tel in der Bun­des­li­ga ab­sol­viert, doch ges­tern Abend fei­er­te der Glad­ba­cher HTC aber ganz spon­tan ein Stünd­chen län­ger nach sei­nem 5:1-Er­folg beim TK Blau-Weiss Aachen. Mit dem Sieg hat der ak­tu­el­le Deut­sche Meis­ter im Kel­ler­du­ell beim Ta­bel­len­schluss­licht sein Pols­ter auf den Ab­steigs­platz auf vier Punk­te er­höht.

„Das war ein ganz wich­ti­ger Sieg, da­mit wir mit dem Ab­stiegs­ge­spenst nicht all­zu eng in Kon­takt ge­ra­ten“, sag­te ein er­leich­ter­ter Glad­ba­cher Te­am­chef Hen­rik Schmidt. Die Freu­de war um­so grö­ßer, da die Aus­gangs­si­tua­ti­on 24 St­un­den zu­vor eher be­sorg­nis­er­re­gend war. Denn die Per­so­nal­la­ge stell­te sich nicht nur durch Phil­ipp Kohl­schrei­bers er­neu­te Ver­let­zung oder And­rej Mar­tins Tur­nier­er­folg in Prag al­les an­de­re als ro­sig dar. „Wir hat­ten fünf Ab­sa­gen er­hal­ten, so dass wir schon ein we­nig ner­vös wur­den. Denn letzt­lich hat­ten wir nur drei Ein­zel- und zwei Dop­pel­spie­ler zur Ver­fü­gung“, sag­te Schmidt.

Doch sei­ne Spie­ler brach­ten den nö­ti­gen Kampf­geist ge­gen das noch punkt­lo­se Schluss­licht ein und wa­ren von Be­ginn an hell­wach. Vor al­lem Adri­an Me­nen­dez zeig­te an Po­si­ti­on eins ei­ne star­ke Par­tie, er schlug den Ita­lie­ner Ren­zo Oli­vo 7:6, 6:3. „Das war Adrians bes­tes Match, das er je für den GHTC ge­spielt hat“, lob­te Schmidt den Spa­nier, der nicht nur für Glad­bachs Co-Trai­ner Mal­te Stropp „das Schlüs­sel­match der Ein­zel­run­de“für sich ent­schie­den hat­te. Und da auf Aleksan­dr Ne­do­vy­e­sov auch im fünf­ten Sai­son­spiel Verlass war und der Ka­sa­che durch sein 6:3, 6:4 ge­gen Yan­nick Mer­tens (Bel­gi­en) un­ge­schla­gen blieb, führ­te Glad­bach 2:0.

In der zwei­ten Ein­zel­run­de wur­de die Be­geg­nung aber noch­mals eng. Da­ni­el Gi­me­no-Tra­ver un­ter­lag zum zwei­ten Mal bin­nen drei Ta­gen im Match-Tie­break, dies­mal 7:10 ge­gen Yan­nik Reu­ter. So war es an Glad­bachs Dop­pel­spe­zia­list Ro­man Je­ba­vy, das 2:2 zu ver­hin­dern. „Ro­man hat im ver­gan­ge­nen Jahr bis auf ei­ne Aus­nah­me über­haupt kein Ein­zel mehr ge­spielt. Aber er sag­te uns, dass er ei­ne 2:0-Bi­lanz ge­gen den Aa­che­ner Ger­mai­ne Gi­gou­non ha­be“, sag­te Schmidt zu Je­ba­vys Auf­stel­lung im Ein­zel.

Und der Tsche­che fand zu sei­nem Spiel, nach­dem er den ers­ten Satz 3:6 ver­lo­ren hat­te. Er glich mit ei­nem 6:2 im zwei­ten Durch­gang aus und be­wies im Match-Tie­break Ner­ven­stär­ke. Der 26-Jäh­ri­ge nutz­te sei­nen zwei­ten Match­ball zum 10:7 und brach­te den GHTC 3:1 in Füh­rung.

Je­ba­vy war es auch, der an der Sei­te Ne­do­vy­e­sovs für den ent­schei­den­den Punkt zum Sieg sorg­te. Das Glad­ba­cher Dop­pel sieg­te ge­gen die Aa­che­ner San­der Gil­le/Jan­nis Kahl­ke 6:2, 6:2. Den ge­lun­ge­nen Auf­tritt der Glad­ba­cher run­de­ten we­ni­ge Mi­nu­ten spä­ter Me­nen­dez und Tim Sand­kau­len ab, die ihr Dop­pel im Match-Tie­break 10:2 ge­wan­nen. Für den ge­bür­ti­gen Mön­chen­glad­ba­cher Sand­kau­len war es der ers­te Punkt­ge­winn in der Bun­des­li­ga. „Al­le Ach­tung, die­ses Dop­pel an Po­si­ti­on eins zu ge­win­nen, Tim hat sich su­per ver­kauft. Al­le Spie­ler ha­ben heu­te fan­tas­tisch ge­figh­tet“, sag­te Schmidt, des­sen Team nun zu­nächst ein­mal durch­schnau­fen kann. „Noch sind wir nicht si­cher, aber die­ser Sieg gibt neu­es Selbst­ver­trau­en“, sag­te Stropp.

FO­TO: HEN­RIK SCHMIDT

Sieg­ten beim 5:1 des Glad­ba­cher HTC in Aachen so­wohl im Ein­zel als auch ge­mein­sam im Dop­pel: Ro­man Je­ba­vy (l.) und Aleksan­dr Ne­do­vy­e­sov.

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