Ne­ga­tiv fürs Kli­ma

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - LESERBRIEFE -

Ein po­li­tisch ver­ord­ne­ter vor­zei­ti­ger Braun­koh­le-Aus­stieg steht im Ge­gen­satz zu al­len ener­gie- und kli­ma­po­li­ti­schen Zie­len. Mit dem eu­ro­päi­schen Emis­si­ons­han­dels­sys­tem ha­ben wir ein In­stru­ment, die ge­setz­ten Kli­ma­zie­le im Be­reich der Ener­gie­ver­sor­gung und der In­dus­trie kos­ten­ef­fi­zi­ent so­wie si­cher zu er­rei­chen. EU-weit wür­de durch ei­nen po­li­tisch er­zwun­ge­nen vor­zei­ti­gen Aus­stieg aus der Braun­koh­leNut­zung auf­grund von Kom­pen­sa­ti­ons­ef­fek­ten im eu­ro­päi­schen Emis­si­ons­han­dels­sys­tem kei­ne ein­zi­ge Ton­ne Koh­len­di­oxid ge­min­dert. In Deutsch­land wä­re kein grö­ße­rer Ein­satz er­neu­er­ba­rer Ener­gi­en zu er­war­ten. Viel­mehr näh­me der Im­port von Erd­gas zu. Dies hät­te ne­ga­ti­ve Kon­se­quen­zen für den Kli­ma­schutz. An­ders als die Koh­len­di­oxid-Emis­sio­nen aus Koh­le­kraft­wer­ken sind die Emis­sio­nen von Koh­len­di­oxid und Methan, die bei der För­de­rung und auf den lan­gen Trans­port­we­gen des Erd­ga­ses ent­ste­hen, nicht durch das eu­ro­päi­sche Emis­si­ons­han­dels­sys­tem ge­de­ckelt. Dr. Hans-Wil­helm Schif­fer Lehr­be­auf­trag­ter für Ener­gie­wirt­schaft an der RWTH Aachen per Mail

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