Ein­bre­cher ver­wüs­ten Ver­eins­räu­me

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - REISE&ERHOLUNG - VON CARS­TEN SOMMERFELD

Ent­set­zen beim Hoch­neu­kir­cher Ten­nis-Club. Ein­bre­cher ha­ben die Räu­me im Ver­eins­heim ver­wüs­tet. Das Die­bes­gut hält sich in Gren­zen, doch der ide­el­le Scha­den ist groß: Ord­ner mit Ar­chiv­fo­tos wur­den mit Co­la über­schüt­tet.

HOCHNEUKIRCH Von „blin­der Zer­stö­rungs­wut“spricht Max Klö­ters, Ge­schäfts­füh­rer des Hoch­neu­kir­cher Ten­nis-Clubs (HTC). Am Mor­gen nach dem drei­tä­gi­gen Ja­ko­bHom­bach-Ge­dächt­nis-Tur­nier auf der An­la­ge des HTC war der Schre­cken groß. „Der Schank­raum, die Kü­che und der Vor­rats­raum wa­ren ver­wüs­tet. Ein Ver­eins­mit­glied hat am Mon­tag den Scha­den ent­deckt“, schil­dert Klö­ters. Wie die Po­li­zei am gest­ri­gen Di­ens­tag be­rich­te­te, wa­ren in der Nacht zum Mon­tag Ein­bre­cher in das Ver­eins­heim des ten­nis-Clubs an der Pe­ter-Busch-Stra­ße in Hochneukirch ein­ge­drun­gen, die Ord­nungs­hü­ter spre­chen von „gro­ßem Scha­den“.

Da­bei lie­ßen die Tä­ter gar nicht all­zu viel mit­ge­hen. Zu ih­rer Beu­te ge­hör­ten meh­re­re T-Shirts so­wie ein Note­book. Das war „beim Tur­nier am Wo­che­n­en­de ver­wen­det wor­den“, er­klärt Klö­ters. Den Fern­se­her hät­ten die Ein­bre­cher da­ge­gen ste­hen ge­las­sen.

Da­für ver­wen­de­ten die Ein­dring­lin­ge of­fen­sicht­lich ei­ni­ges an Zeit dar­auf, um in den Räu­men des Ten­nis-Clubs ein er­heb­li­ches Cha­os an­zu­rich­ten. Laut Klö­ters wur­de aus Schrän­ken und Re­ga­len der In­halt auf den Bo­den ge­kippt oder um­her­ge­wor­fen. Ei­nen Re­cei­ver und ei­ne Mu­sik­box steck­ten die Tä­ter so­gar in ei­ne Ge­frier­tru­he.

Auch Töp­fe, Tro­cken­tü­cher und an­de­res blie­ben nicht ver­schont. Ab­fall­be­häl­ter in der Um­klei­de des Ten­nis-Clubs wur­den auf den Bo­den ent­leert. Nach Aus­kunft der Po­li­zei lie­ßen die Ein­bre­cher sämt­li­che Kühl­ge­rä­te in den Räu­men of­fen ste­hen, „so dass das Eis dar­in ge­schmol­zen ist“, sagt Ge­schäfts­füh­rer Klö­ters.

„Be­son­ders der ide­el­le Scha­den ist groß“, er­klärt Max Klö­ters. „Ord­ner mit un­se­rem Fo­to­ar­chiv wur­den aus ei­nem ver­schlos­se­nen Schrank ge­ris­sen, auf den Bo­den ge­wor­fen und mit Co­la über­gos­sen“, schil­dert der Ge­schäfts­füh­rer. In den Ord­nern hät­ten sich bis zu rund 30 Jah­re al­te Auf­nah­men aus der Ver­eins­his­to­rie be­fun­den. „Zum Glück ha­ben wir ei­nen Teil der Bil­der im Com­pu­ter ge­si­chert.“Das Cha­os ha­ben die Ver­eins­mit­glie­der in­zwi- schen wie­der be­sei­tigt, sämt­li­che Räu­me wur­den auf­ge­räumt. Die Hö­he des Scha­dens kön­ne der Club nicht be­zif­fern, sagt Klö­ters. „Wir sind ent­setzt über das Aus­maß der Ver­wüs­tung“, er­klärt der 35-Jäh­ri­ge. In der Ver­gan­gen­heit ha­be es be­reits meh­re­re Ein­brü­che ge­ge­ben „Wir wer­den den Ein­bruchs­schutz ver­bes­sern“, kün­dig­te der Ge­schäfts­füh­rer ges­tern an.

Die Kri­mi­nal­po­li­zei hat nach dem Ein­bruch die Er­mitt­lun­gen auf­ge­nom­men. Wer Hin­wei­se zu den Tä­tern oder zum Ta­ther­gang in der Nacht zum Mon­tag an der Pe­terBusch-Stra­ße ge­ben kann, wird ge­be­ten, sich un­ter der Te­le­fon­num­mer 02131 3000 bei der Po­li­zei zu mel­den.

Ord­ner mit Fo­tos aus der Ver­eins­ge­schich­te wur­den auf den Bo­den ge­wor­fen und mit Co­la über­gos­sen. Die Kri­mi­nal­po­li­zei er­mit­telt nun.

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