Gott des Gel­des

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - STIMME DES WESTENS -

Der Sie­ges­zug der mo­no­the­is­ti­schen Re­li­gio­nen und die wach­sen­de Zahl von Men­schen, die an gar kei­nen Gott mehr glau­ben, ha­ben nicht ver­hin­dert, dass es in un­se­rem All­tag von Göt­tern nur so wim­melt. Da gibt es den Wet­ter­gott, den Fuß­ball­gott, die Göt­tin­nen der Lust und eben – be­son­ders ver­werf­lich – den Gott des Gel­des. Der schlägt gera­de im Fuß­ball un­barm­her­zig zu, wie Frei­burgs Kult­trai­ner Chris­ti­an Streich jetzt an­läss­lich des 222Mil­lio­nen-Eu­ro-Kaufs des bra­si­lia­ni­schen Stür­mers Ney­mar durch den fran­zö­si­schen Club Pa­ris St. Ger­main un­an­ge­nehm er­fährt. „Der Gott des Gel­des wird im­mer grö­ßer, und ir­gend­wann ver­schlingt er al­les“, klagt der Ba­de­ner und denkt an sei­ne Mann­schaft, de­ren Wert selbst zu­sam­men­ge­nom­men weit hin­ter die­ser Haus­num­mer bleibt. kes

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