Zet­tel-Bot­schaf­ten für al­le Fäl­le

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KULTUR -

Klei­ne, gel­be Kle­be­zet­tel sind bei uns auch in Zei­ten der Di­gi­ta­li­sie­rung im­mer noch le­bens­not­wen­dig. Statt Nach­rich­ten an die Fa­mi­lie per Whats­App zu ver­sen­den oder ei­nen Ter­min in den Ka­len­der im Smart­pho­ne ein­zu­tra­gen, wird im­mer wie­der ger­ne zum Zet­tel­block ge­grif­fen, ein neu­es Blatt be­schrif­tet und dies dann für al­le Fa­mi­li­en­mit­glie­der sicht­bar an den Kühl­schrank, auf den Kü­chen­tisch oder an den Ba­de­zim­mer­spie­gel ge­pappt. Da sind dann Bot­schaf­ten und Auf­trä­ge Schwarz auf Gelb zu le­sen wie: „7.15 Uhr we­cken“, „Spül­ma­schi­ne aus­räu­men“, „Kaf­fee kau­fen“oder „bit­te Müll und Alt­glas weg­brin­gen“. Im All­tag wie­der­ho­len sich die Bot­schaf­ten im­mer wie­der, und da wir na­tür­lich um­welt­be­wusst sind, wer­den die Zet­tel re­cy­celt und wie­der­ver­wen­det. So gibt es in der Kü­che ei­nen Sta­pel mit gel­ben Zet­teln, et­wa mit un­ter­schied­li­chen, aber wie­der­keh­ren­den Weck­zei­ten. Dar­un­ter ein Zet­tel mit der Auf­schrift „Viel Er­folg“– an­ge­fer­tigt vom Va­ter für den Sohn, der ei­ne Klas­sen­ar­beit schreibt. Auch der soll bei nächs­ter Ge­le­gen­heit wie­der­ver­wen­det wer­den. Ob das nicht doch ein biss­chen lieb­los ist, fragt sich … cso-

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