Bei der Kom­mu­ni­on-Klei­der­bör­se fin­den sich Schnäpp­chen fürs Fest

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - KULTUR - VON AN­GE­LA WILMS-ADRIANS

KOR­SCHEN­BROICH Kom­mu­ni­on­kleid und -an­zug wer­den für den gro­ßen Fest­tag ge­kauft, sind aber nicht all­tags­taug­lich. Der An­zug wird viel­leicht noch zur Fa­mi­li­en­fei­er ge­tra­gen, doch die hüb­schen Klei­der der Mäd­chen ha­ben eher den kur­zen Auf­tritt. Als preis­wer­te Al­ter­na­ti­ve zur teu­ren Aus­stat­tung im Ge­schäft gibt es seit 2001 in der Pfar­re St. Andre­as die Kom­mu­ni­on-Klei­der­bör­se.

Initia­to­rin­nen wa­ren Wal­traud Leusch und Andrea Ot­ten. Leusch ist im­mer noch fe­der­füh­rend da­bei, wäh­rend Ot­ten bei Be­darf aus­hilft, an­sons­ten aber ih­re Schwes­ter Hei­de Zer­be für die Bör­se an­ge­wor­ben hat. Die­se fin­det am 24. und 25. No­vem­ber wie­der statt. Dann wer­den er­neut et­wa zehn Frau­en an zwei auf­ein­an­der­fol­gen­den Ta­gen An­nah­me und Ver­kauf über­neh­men. Im An­schluss wird der vol­le Ver­kaufs­er­lös an die An­bie­ter aus­ge­zahlt. Nicht ver­kauf­te Klei­der, Schu­he und Täsch­chen wer­den zu­rück­ge­ge­ben.

Dank der eh­ren­amt­li­chen Hel­fe­rin­nen fällt für die An­bie­ter pro Kind le­dig­lich ei­ne Ge­bühr von drei Eu­ro an. „Das ist im­mer noch preis- wer­ter, als ei­ne An­zei­ge“, sagt Chris­ta Holt­hau­sen. Das Geld geht nicht an die Hel­fe­rin­nen, son­dern wird für An­schaf­fun­gen, wie et­wa Klei­der­stän­der, ver­wen­det und an­sons­ten für so­zia­le Pro­jek­te zu­guns­ten von Kin­dern ge­spen­det. „Wir ha­ben ei­ne Rie­sen­aus­wahl. Dann ist das Pfarr­zen­trum voll. Na­tür­lich ist nicht al­les in al­len Grö­ßen da. Doch bei uns fin­det man ech­te Schnäpp­chen“, er­zäh­len Leusch und Zer­be.

So gab es in den Jah­ren zu­vor oft gu­te Mar­ken­schu­he für zehn Eu­ro oder Ober­hem­den für fünf Eu­ro. Den Preis le­gen die An­bie­ter fest, doch die Da­men be­ra­ten ger­ne und emp­feh­len für ein Kleid zum Bei­spiel den hal­ben An­schaf­fungs­wert. „Ein­mal kam ei­ne Mut­ter mit Zwil­lin­gen. Für den Jun­gen hat sie die kom­plet­te Aus­stat­tung für 25 Eu­ro be­kom­men. Dar­um durf­te das Kleid für das Mäd­chen et­was mehr kos­ten“, er­zählt Holt­hau­sen. Sie oft be­ob­ach­tet, dass die Jun­gen erst kei­nen Wert auf ei­nen An­zug le­gen, dann aber „stolz wie Bol­le“sind, wenn sie sich da­mit im Spie­gel se­hen. Die Mäd­chen hin­ge­gen hät­ten ge­naue Vor­stel­lun­gen, die sich nicht im­mer mit de­nen der Mut­ter de­cken.

Auf ei­ner Bör­se wer­den et­wa 100 Tei­le ver­kauft. Je­des Klei­dungs­stück und je­des Ac­ces­soire wird eti­ket­tiert mit An­ga­ben zu Grö­ße, ge­wünsch­ten Preis und Ver­käu­fer. Aus­ge­stellt wird in den Ka­te­go­ri­en Kleid, An­zug, Schu­he und Kränz­chen.

FO­TO: HPR

Die Initia­to­rin­nen der Kom­mu­ni­on-Klei­der­bör­se hal­ten preis­wer­te Klei­dung fürs Fest be­reit (v.l.): Chris­ta Holt­hau­sen, Wal­traud Leusch, Hei­de Zer­be.

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