Tri­ath­let Ro­bin Pesch macht den Sport jetzt zum Be­ruf

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - WIRTSCHAFT -

HOCH­NEU­KIRCH (kvm) Ro­bin Pesch trai­niert wei­ter, mo­men­tan be­rei­tet sich der Tri­ath­let auf den „Iron­man Flo­rids“am 4. No­vem­ber vor. Doch er hat wei­te­re Zie­le, ist Un­ter­neh­mer ge­wor­den. In Hoch­neu­kirch hat der 25-Jäh­ri­ge die Fir­ma „Dream­big-Coa­ching“ge­grün­det, mit der er Ver­an­stal­tungs-Ser­vice so­wie Work­shops, Schwimm-, Rad­und Lauf­kur­se für Schu­len, Un­ter­neh­men und Pri­vat­per­so­nen an­bie­tet. „Tri­ath­lon ist mehr als Schwim­men, Rad­fah­ren und Lau­fen – man kann die­se Ener­gie in al­le Le­bens­be­rei­che über­tra­gen“, sagt Pesch. Sein Wunsch ist es, die Freu­de an Be­we­gung oh­ne Leis­tungs­druck wei­ter­zu­ge­ben und Be­treu­ung zu bie­ten im Hin­blick auf Ge­sund­heits­för­de­rung und Prä­ven­ti­on. Eh­ren­amt­lich be­treut und trai­niert er au­ßer­dem Flücht­lin­ge.

Dem Tri­ath­lon bleibt der Hoch­neu­kir­cher treu. Zehn Lang­dis­tan­zT­ri­ath­lons hat er bis­lang be­strit­ten. Im Ok­to­ber 2015 er­füll­te sich sein Traum – er star­te­te beim be­rühm­ten „Iron­man“auf Ha­waii. Ne­ben dem „Iron­man Flo­rids“strebt er jetzt wie­der die Ha­waii-Qua­li­fi­ka­ti­on an, da­für „trai­nie­re ich zwei- bis drei­mal täg­lich“. Erst­mals star­tet er dann üb­ri­gens nicht mehr bei den Ju­nio­ren. Na­tür­lich hat er in sei­ner Sport­kar­rie­re her­be Nie­der­la­gen ein­ste­cken müs­sen – wie 2014, als er bei der Eu­ro­pa­meis­ter­schaft in Frank­furt mit nur 24 Se­kun­den den zwei­ten Platz und so­mit die Qua­li­fi­ka­ti­on für das Ti­cket für den „Iron­man“in Ha­waii ab­ge­ben muss­te.

Das ent­mu­tig­te Pesch nicht, ein Jahr spä­ter rea­li­sier­te er sei­nen Traum durch sei­nen Sieg in Crains (Aus­tra­li­en). Auf­ge­ben gibt es nicht: „Wenn Plan A nicht auf­geht – kei­ne Pa­nik, denn es gibt noch 25 wei­te­re Buch­sta­ben im Al­pha­bet.“Dass sei­ne Fa­mi­lie in je­der Wei­se zu ihm steht, gibt ihm star­ken Rück­halt. Die ver­gan­ge­nen zwei Jah­re hat Ro­bin Pesch in Aus­tra­li­en ge­lebt, um dort ef­fek­ti­ver trai­nie­ren zu kön­nen. „Mei­nen Le­bens­un­ter­halt ha­be ich mir als Bar­kee­per ver­dient oder mit dem Schnei­den von Avo­ca­dos und mit vie­len an­de­ren Jobs“, er­zählt er.

Ei­gent­lich woll­te der Tri­ath­let Pro­fi-Fuß­bal­ler wer­den, aber sein Sprung­ge­lenk mach­te ge­le­gent­lich Pro­ble­me, des­halb ent­schied er sich für Aus­dau­er­sport. „Ich bin froh, dass es in Hoch­neu­kirch das Schwimm­bad und die DLRG gibt.“Ra­sant mach­te er Fort­schrit­te, der Ge­winn der Deut­schen Meis­ter­schaft 2013 war ein Hö­he­punkt.

FO­TO: KVM

Zwei- bis drei­mal täg­lich trai­niert Ro­bin Pesch für den Tri­ath­lon.

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